Schon lange ist er einer der umstrittensten Spieler der Nationalmannschaft und ginge es nach der Mehrzahl der Fans, dürfte er noch nicht einmal auf der Bank sitzen. Nichtsdestoweniger entwickelte sich Gabriel Heinze in zu einem der Vertrauensträger von Diego Maradona: in 11 von 13 Spielen unter Maradona stand El Gringo auf dem Platz, acht von acht in offiziellen Partien. Eine Beständigkeit, die in Diegos „Bäumchen wechsel dich“ -System sonst nur Lionel Messi aufweisen kann. Für viele unverständlich, denn immer wieder brachte Heinze die Selección durch individuelle Fehler in die Bredouille. Eine Erklärung für die große Liebe zwischen Spieler und Trainer lieferte nun die spanische Zeitung El País: demnach bestehe eine geschäftliche Beziehung zwischen der Hand Gottes und Gabriels Bruder Sebastián Heinze. (mehr…)
Am frühen Samstag Abend lieferten sich Juventus Turin und der SSC Neapel ein Topspiel in der italienischen Serie A: Nachdem Juve 2:0 in Führung lag, konnte Napoli das Spiel noch drehen und gewann 3:2. Es war der erste Sieg für Neapel in Turin nach 21 Jahren. Damals brillierte im himmelblauen Trikot Diego Armando Maradona. Auch am Samstag war der Heilsbringer ein Argentinier: Der 25 jährige Jesús Dátolo. Grund genug für Argifutbol, ihn in unserer wöchentlichen Serie Argentinische Legionäre genauer vorzustellen.
In der letzten Woche haben wir auf Argifutbol eine neue Serie begonnen, in der wir euch immer einen Spieler genauer vorstellen wollen, der am Wochenende in Europa für Furore gesorgt hat. Blackburns Franco di Santo hatte sein erstes Tor in der Premier League geschossen und diese Woche betrachten wir Lucas Barrios aus einem besonderen Blickwinkel. Ausführlich porträtieren müssen wir Barrios hier wohl nicht und natürlich weiß man auch, dass er für Borussia Dortmund auf Torejagd geht. Aber in der Nationalmannschaft…
Nach dem dramatischen Sieg der argentinischen Nationalmannschaft in Uruguay, mit dem sich das Team von Trainer Maradona nach zuletzt erschreckend schwachen Vorstellungen in der Qualifikation nun doch direkt für die Weltmeisterschaft in Südafrika qualifiziert hat, lieferte Diego einen bereits jetzt legendären Auftritt auf der Pressekonferenz ab.
Nachdem er sich bei seinen Spielern und den mitgereisten Fans bedankt und den Sieg dem argentinischen Volk gewidmet hatte, zog er ruhig aber mit der Wortgewalt eines Straßenjungen über die Presse her. „Man hat mich wie Dreck behandelt… Sie sollen mir einen lutschen und weiter lutschen“ dröhnte es später über die Ticker der Weltpresse. Von der Bild-Zeitung bis hin zu Sepp Blatter zeigte sich der Fußballkosmos empört. Natürlich ist ein solches Statement vor den Mikrophonen der Welt völlig unangebracht, aber eigentlich spricht Diego nur mal wieder aus, was alle anderen denken. Und das nicht zum ersten Mal…
Es ist die Zeit der markigen Sprüche rund um die argentinische Nationalmannschaft: kurz vor seiner Abreise nach England sorgte Carlitos Tevez bei einem Interview am Flughafen Ezeiza noch einmal für Gesprächsstoff. Der Spieler von Manchester City war bei den zwei entscheidenden Spielen insgesamt nur knapp fünf Minuten zum Einsatz gekommen und vielleicht deshalb ein bisschen angefressen: „Zur Nationalmannschaft zu kommen ist nicht wie Urlaub. Ihr wisst überhaupt nicht was das für uns Spieler für einen Aufwand bedeutet und meint dann noch, wir würden unsere Landesfarben nicht fühlen. Außerdem lasst ihr unsere Familien nicht in Ruhe und wenn das passiert habe ich keinen Bock mehr für Argentinien zu spielen“, kritisierte der Stürmer die argentinischen Journalisten.
„Manchmal denke ich darüber nach die Selección zu verlassen. Für mich ist das einfacher, ich bleibe gemütlich in England, spiele jeden Sonntag und keiner geht mir auf die Eier„, meinte El Apache weiter. Für Maradona äußerte Tevez Verständnis: „Wenn jemand die Mannschaft kritisiert geht das in Ordnung, aber wenn die Journalisten nur schaden wollen, ist das was Diego sagt okay . Wir alle wissen wie er (Maradona) ist und es gibt Dinge, die wird keiner mehr bei ihm ändern“. (mehr…)
Am Ende lagen sich alle in den Armen und sogar Maradona und Bilardo, die sich in den letzten Wochen als Protagonisten einer beispiellosen südamerikanischen Telenovela verdient gemacht hatten, mochten sich zumindest für kurze Zeit wieder leiden und hüpften fröhlich gemeinsam über den Rasen Montevideos. Kurz vorher hatte sich Argentinien mit einem knappen 1:0 Sieg (Bolatti, 84.) gegenUruguay für die Weltmeisterschaft in Südafrika qualifizert. Die Uruguayos müssen währenddessen gegen Costa Rica Überstunden machen, um sich doch noch das WM-Ticket zu sichern.
Es war eine gute Leistung der argentinischen Nationalmannschaft im Centenario von Montevideo. Eine gute Leistung, denkt man an die letzten Spiele der Albiceleste, an alle Spiele in der Eliminatoria unter Trainer Diego Maradona. Auch dieses Mal war es alles andere als ein Feuerwerk, das die Selección abgebrannt hat und schon gar nicht in der Offensive: ein Lionel Messi unsichtbarer denn je und Gonzalo Higuain der bis zu seiner Auswechslung in der 80. Minute in der Luft hing. Allerdings war das auch nicht anders zu erwarten: eine Aufstellung mit einem gelernten Innenverteidiger wie Otamendi auf der Außenbahn und Jonas Gutierrez als Kreativspieler verspricht nicht gerade Menotti-Fußball. Diego setzte ganz klar auf Defensive, auch als in der 80. Minute Mario Bolatti Higuian ersetzte blieb der Trainer seiner Linie treu: ein fast identischer Wechsel hatte die Albiceleste gegen Peru noch die Führung gekostet, doch was am Samstag noch zum Desaster führte, wurde heute zum Glücksgriff. (mehr…)
Fanny van Dannen kann Diego Maradona direkt in den Denkapparat gucken und wagt sogar eine kleine taktische Prognose (Minute 1:36) für das Top-Spiel, das uns allen nicht aus dem Kopf will. Um 24 Uhr geht`s los. It`s crunchtime…
Danke an Simon für den kleinen Musiktipp zur Einstimmung.
In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag um 0:00 Uhr deutscher Zeit wird die argentinische Nationalmannschaft zum letzten und entscheidenden Qualifikationsspiel im Estadio Monumental in Uruguays Hauptstadt Montevideo auflaufen.
Dabei sein werden knapp 60.000 fanatische Charrúas, die in Argentinien geläufige Bezeichnung für die kulturellen Brüder aus der Republik östlich des Uruguay-Flusses. Dagegen werden wohl nur etwa 1500 Fans anreisen, um das Team von Diego Maradona vor Ort zu unterstützen. Aber in der Heimat zittern trotz des Last Minute Sieges am vergangenen Samstag gegen Peru 40 Millionen Argentinier um die WM-Teilnahme ihrer geliebten Selección. Hier die Aufstellungen. (mehr…)
Im Nachhinein war es ein perfekter Spieltag für die argentinische Nationalmannschaft: Venezuela hat nach der Heimniederlage gegen Paraguay nur noch theoretische Chancen auf die Qualifikation und auch Kolumbien darf sich Südafrika 2010 von der Couch aus anschauen. Zwei Sorgen weniger für Diego Maradona und die argentinische Nationalmannschaft, bleiben zwei: Ecuador und das überraschend starke Uruguay. Die Celeste um den Mann mit dem goldenen Schuh Diego Forlan und den gestern überragenden Martin Caceres, konnte einen 0:1 Rückstand in Quito noch in ein 2:1 verwandeln und steht einen Punkt hinter den Argentiniern auf dem unverhofften fünften Platz. Ecuador fällt durch die Niederlage auf den sechsten Rang zurück. Doch all das ist Momentaufnahme vor dem entscheidenden letzten Spieltag am Mittwoch. Wir erklären euch die Tabellensituation… (mehr…)
Martin Palermo hat Diego Maradona gerade noch einmal vor dem Exodus gerettet: mit dem 2:1 in der Nachspielzeit, sicherte El Loco einer erneut schlechten argentinische Nationalmannschaft den so dringend benötigten Heimsieg gegen Peru. Durch den späten Überraschungserfolg von Uruguay in der Höhe von Quito bekam Palermos Tor besondere Wichtigkeit und bedeutet für die Selección vor dem Finale von Montevideo den vorläufigen vierten Platz. (mehr…)
Am vergangenen Sonntag erzielte Martín Palermo den 3:2 Siegtreffer für Boca gegen Vélez mit einem Kopfballtreffer aus knapp vierzig Metern. Der Verrückte ist nicht nur wegen diesem Treffer in Argentinien zur Zeit in aller Munde. Nationaltrainer Maradona nominierte ihn in den letzten Monaten immerwieder für die Albiceleste und Palermo konnte zuletzt nach zehn Jahren sein Comeback in der Landesauswahl feiern. Während in den europäischen Topligen zahlreiche argentinischen Superstürmer nach ihrer Form suchen, schießt Palermo bei Boca Juniors mit seinen 35 Jahren Tore wie am Fließband. Wie gegen Brasilien, spekuliert er wohl auch diesen Samstag auf einen Jokereinsatz beim vorentscheidendem Qualifikationsspiel gegen Peru. Damit ihr wisst, wer dieser Verrückte überhaupt ist, präsentiert euch Argifutbol zwölf Geschichten des optimista del gol. (mehr…)
Am 5.September 2009 verliert die argentinische Selección mit 3:1 gegen die brasilianische Nationalmannschaft und bringt sich so in eine schwierige Ausgangsposition in der südamerikanischen Qualifikation. Argifutbol-Schreiberling Etienne war im Stadion und erzählt im folgenden Bericht von seinen Erlebnissen zwischen Dauercampern, Warteschlange und Pressetribüne:
„Es war der Traum vieler schlafloser Nächte: das Spiel der Spiele, Samba vs. Tango, Rio de Janeiro vs. Buenos Aires, Maradona vs. Pele, Messi vs. Kaka, das Gipfeltreffen des südamerikanischen Fußballs, mit einem Wort: Superclásico. Schon lange vorher hatte ich mit einer handvoll fußballbegeisterter Freunde aus aller Herren Länder einen Schlachtplan entwickelt, um an Karten zu kommen…“ (mehr…)
Nach der schwachen Leistung gegen Paraguay kehrte die Nationalmannschaft in der Nacht zum Donnerstag nach Argentinien zurück, denn am Nachmittag ging es für die meisten Spieler gleich zurück zu ihren Clubs nach Europa. Vor der Abreise stellten sich einige von ihnen der Presse und suchten nach Erklärungen für das Unerklärliche. (mehr…)
Als Diego Maradona vor knapp einem Jahr den Trainerposten bei der argentinischen Nationalmannschaft antrat, feierten die große Mehrheit der Argentinier ihr Idol. Maradona würde den Spielern schon beibringen – so die allgemeine Meinung – was es heißt das Trikot der Selección zu tragen. Das Maradonas Erfahrungen auf der Trainerbank sich allerdings auf zwei kurze und erfolglose Engagements beim Racing Club de Avellaneda und dem Provinzklub Mandiyú beschränkte, störte dabei kaum jemanden. Nach der Niederlage gegen Paraguay und der mittlerweile ernsthaften Gefährdung der Qualifikation für die Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika hat sich das Panorama allerdings geändert: Spieler in der Kritik, saure Vereinsbosse, ein besorgter Grondona und ein ebenso ratloser wie offensichtlich überforderter Maradona. Die Frage die sich stellt ist offensichtlich: War es die falsche Entscheidung das Glück der Nationalmannschaft in die Hand Gottes zu legen? Die Bilanz des Trainers Diego Armando Maradona… (mehr…)
Diego Maradona setzt für das Spiel gegen Brasilien am 5.September auf Erfahrung: neben der erwarteten Nominierung von Innenverteidiger Rolando Schiavi von den Newell`s Old Boys, berief El Diego außerdem Martin Palermo und – man höre und staune – Rodrigo Brana, Mittelfeldspieler von Estudiantes de La Plata. (mehr…)
Vor dem Gipfeltreffen am 5.September gegen Brasilien, zeigt sich die Selección gegen Russland in guter Form und gewinnt verdient mit 3:2 gegen das Team von Guus Hiddink. Die Tore erzielten Sergio Agüero, Lisandro Lopez und Jesus Datolo. (mehr…)
Die argentinische Liga beginnt voraussichtlich eine Woche später als vorgesehen am 22. August. Der bestehende Fernsehvertrag wurde auf Drängen des Verbandspräsidenten von Seiten der Klubs gekündigt und glaubt man den Pressemeldungen dieser Tage, hat es Don Julio sogar geschafft, die neuen Übertragungsrechte der Regierung zu verkaufen, damit alle Spiele der Primera División im öffentlichen Fernsehen gezeigt werden können. Um zu verstehen wer dieser allmächtige Präsident der AFA überhaupt ist, hier sein Porträt des Grauens. (mehr…)
Es läuft schlecht für die argentinische Nationalmannschaft in der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika: hinter Chile, Brasilien und Paraguay belegt man lediglich den vierten Platz der Südamerikagruppe und muss noch gegen die Paraguayos und Brasilien ran. Ausgerechnet der Superclásico gegen die Brasileros soll nun nach Rosario verlegt werden. Grund ist der katastrophale Zustand des Rasens im Estadio Monumental. (mehr…)
Wie befürchtet und ebenso bekannt bricht das Auswärtsteam in Quito Mitte der 2. Halbzeit ein. Nach einem Abstimmungsfehler im Spielfaufbau von Zanetti und Rodriguez war es in der 71. Minute Walter Ayuvi, der mit einem satten Linksschuß ins rechte obere Toreck Ekuador in Führung brachte. In der 83. Minute konnte sich Palacios mit Guerrón im Strafraum durchsetzen und lies bei seinem Drehschuß aus zentraler Position dem sonst starken Torwart Mariano Andujár im Tor der Argentinier erneut keine Chance.
In der ersten Halbzeit war es aber Argentinien, die gefährlich vor dem Tor der Heimmannschaft agierten. Mehrmals durchbrachen im Zusammenspiel die beiden Champions League Finalisten Lionel Messi und vor allem Carlos Tevez die ekuatorianische Abwehrreiche, aber auf dem nassen Rasen kamen sie nicht zum erfolgreichen Abschluß: Messi setzte ungewohnt zwei klare Chancen neben das Tor und Carlos Tevez konnte in der 28. Minute einen Elfmeter nicht verwandeln, der zuvor an ihm mit einer nur mit Gelb geahndeten Notbremse vom Keeper Elizaga verursacht worden war. Nationaltrainer Maradona zeigte sich nach dem Spiel etwas machtlos aufgrund der schwachen Chancenauswertung, war aber gleichzeitig zufrieden mit der taktischen Leistung seiner Mannschaft und forderte bereits einen zwingenden Sieg im nächsten Spiel am 6. September gegen den Erzrivalen Brasilien.
Nach dem umkämpften 1:0 Heimsieg gegen Kolumbien am vergangenen Samstag, muss die argentinische Selección am Mittwoch Abend um 23:00 Uhr (MESZ) in Quito antreten. Um am 14. Spieltag der südamerikanischen WM-Qualifikation auf über 2800 Metern in der ekuatorianischen Hauptstadt nicht wie beim letzten Auswärtsspiel in Bolivien unterzugehen, hat sich Nationaltrainer Diego Armando Maradona für eine defensive Aufstellung entschieden. (mehr…)