Who is Who Teil 1 – Die unbekannten Gesichter der Selección

Juan Pablo Carrizo

Juan Pablo Carrizo - Von Anfang an gegen Uruguay

Carrizo wechselte zu Anfang der Saison 2008/2009 von River Plate zu Lazio Rom. Der Transfer war eigentlich schon für die Winterpause der vergangenen Saison geplant, scheiterte allerdings daran, dass Carrizo keinen italienischen Pass ausgestellt bekam und Lazio keinen Platz für einen weiteren nicht EU-Ausländer hatte. Der 24jährige war maßgeblich daran beteiligt, dass River die Clausura 2008 gewinnen konnte. Carrizo ist stark auf der Linie und mit ausgezeichneten Reflexen ausgestattet, allerdings besitzt auch er den argentinischen Hang zum Leichtsinn. Seine Strafraumbeherrschung hat Carrizo zwar schon verbessert, trotzdem unterlaufen ihm immernoch gelegentliche Unsicherheiten.

Für die Argentinier ist der Mann aus der Provinz Santa Fe bereits die Nummer eins: einer Umfrage des Fußballmagazins El Grafico zufolge wollen 58% Carrizo im Tor der Seleccíon sehen, nur 17% vertrauen Abbondanzieri. Die Verletzung Abbondanzieris im Spiel gegen Paraguay könnte nun die schon lange erwartete Wachablösung bringen. Glück für Carrizo: auch der zweite Torhüter Óscar Ustari ist verletzt, und so möchte Carrizo mit weiteren guten Leistungen – wie nach seiner Einwechslung gegen Paraguay – seine Chance nutzen, die Nummer 1 im argentinischen Tor  zu werden.

Sergio Romero

Sergio Romero

Ein weiterer Nutznießer des Torwartproblems ist Sergio Romero. Der 21 jährige ist seit 2007 beim AZ Alkmaar unter Vertrag und kam dort bereits zu 12 Einsätzen.
Mit der Junioren-Nationalmannschaft, konnte Romero 2007 die Weltmeisterschaft in Kanada feiern, und auch an der Goldmedaille in Peking hatte Romero entscheidenden Anteil: nachdem Ustari verletzt ausfiel, kassierte Argentinien in drei Spielen kein einziges Gegentor und konnte schließlich das Turnier gewinnen.
In der A-Nationalmannschaft wird sich Romero noch etwas gedulden müssen: sind alle anderen Torhüter gesund, ist er nur die Nummer 4 im argentinischen Team.

Agustin Orion

Agustín Oríon

Noch weniger Chancen auf einen Einsatz dürfte Agustín Oríon haben. Der Torhüter des derzeitigen Tabellenführers in Argentinien San Lorenzo hat seine Nomininierung allein der Verletzungen von  Abbondanzieri und Ustari zu verdanken. Nichtsdestoweniger zeigt Oríon derzeit überzeugende Leistungen, nachdem er in der vergangenen Saison in San Lorenzo kurzzeitig in Ungnade gefallen war. Mit haarsträubenden Leichtsinnsfehlern hatte Oríon San Lorenzo fast im Alleingang die Viertelfinalniederlage gegen den späteren Campeon der Copa Libertadores Liga de Quito beschert.

Fabian Monzón

Fabían Monzón

Der 21jährige Linksfuß hatte zuletzt heftig mit einem Wechsel zum HSVgeliebäugelt. In der argentinischen Presse war bereits die Rede vom Schulterschluss zwischen Pompilio, Präsident der Boca-Juniors, und Dietmar Beiersdorfer. Und als alles schon perfekt schien, wechselte Monzón zu Betis Sevilla.
Monzón ist linker Außenverteidiger und stand bereits im Olympia-Aufgebot der Argentinier, dort zeigte der Mann aus Rosario überzeugende Leistungen und steht nun folgerichtig erstmals im Kader der A-Nationalmannschaft. Sollte Argentinien mit einer Viererkette spielen, ist Monzón mangels Alternativen bereits ein Kandidat für die erste Elf –  gegen Paraguay und Peru allerdings, ließ Basile nur mit drei Mann verteidigen.

Morgen: Teil 2 der neuen Gesichter der Nationalmannschaft.

Etienne Leue

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