Zoff bei Boca – Cáceres keift öffentlich gegen Riquelme

Neun Tage vor dem prestigeträchtigen Stadtderby gegen River Plate liegen bei den Boca Juniors die Nerven blank. Grund ist ein Interview, dass Verteidiger Julío César Cáceres vorgestern im paraguayanischen Radio gab.<!–98868074–>

Cáceres beschwert sich

Gegenüber den Journalisten kritisierte Cáceres Einstellung und Persönlichkeit von Boca-Spielmacher Juan Román Riquelme. „Román scheint motivierter, wenn er für die Nationalmannschaft spielt. Wenn man keine Lust hat, dann sollte man einen Schritt zur Seite machen und andere spielen lassen“, so Cáceres gegenüber Radio Cáritas. „Er ist ein komplizierter Typ, für jeden Trainer ist es schwer mit ihm klarzukommen“, warf der Nationalspieler Paraguays Riquelme weiter vor.

Román schießt zurück

Riquelme ließ sich nicht lange bitten, und so wandte sich seinerseits einen Tag später an die argentinische Presse: „Solche Sachen bespricht man in der Kabine. Dieser Kerl weiß nicht was ich für den Club fühle. Es tut

Gesprächsbedarf - Riquelme und Palermo

Gesprächsbedarf - Riquelme und Palermo

mir weh, dass er sagt ich solle einen Schritt zur Seite machen“ . Weiter warf Riquelme Cáceres mangelnde Solidarität vor: „Vor ein paar Monaten hackten alle auf ihm rum und der Dummkopf der ihn verteidigte war Riquelme. Wenn Cáceres gehen will, soll er die Sache mit dem Präsidenten regeln“.

Pompilio reagiert

Bocas President berief prompt eine Pressekonferenz ein und zeigte Unverständniss für Cáceres: „Cáceres Äußerungen sind unberechtigt und provozieren Unruhe vor dem Súperclásico. Über die Wichtigkeit Riquelmes für Boca muss man nicht sprechen“. Pompilio sprach außerdem von einem Telefongespräch mit dem Paraguayo, in dem er sich für seine Äußerungen entschuldigt hatte und einräumte sich „getäuscht“ zu haben. Pompilio habe Cáceres außerdem geraten, Riquelme anzurufen um die Angelegenheit persönlich mit ihm zu klären.

Ahumada gießt Öl ins Feuer

Freudig erregt zeigte man sich bei River Plate über die Querelen. Mittelfeldspieler Oscar Ahumada ließ es sich nicht nehmen, ungefragt seine Meinung über den Streit bei den Xeneizes zum Besten zu geben: „Wenn Cáceres das sagt, wird er wohl seine Gründe haben“, sagte Ahumada. „In unserer Mannschaft verstehen sich zum Glück alle gut“, stichelte er weiter.

River Plate ist der aktuelle Meister Argentiniens, belegt aber derzeit lediglich Platz 18 in der Tabelle. Sollte es nun im Spiel gegen Boca vor heimischer Kulisse eine Niederlage geben, dürfte es wohl auch bei River mit der guten Stimmung vorbei sein.

Etienne Leue

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