Nach Uruguay ist vor Chile – Sand nachnominiert

Der Ausfall von Tevez (zweite gelbe Karte) und die Ungewissheit um Sergio Agüero (Aduktorenprobleme) zwangen Basile zum Handeln. Das die Wahl auf José Sand fiel, ist nicht ungewöhnlich und trotzdem überraschend.

Sand endlich am Ziel

Sand schoss seinen Club Lanús vor einem Jahr mit 15 Toren in 16 Spielen, zum überraschenden Gewinn der Apertura 2007. Auch in der laufenden Meisterschaft führt Pepe Sand mit 10 Treffern in 10 Spielen die

Überflieger José "Pepe" Sand
Überflieger José „Pepe“ Sand

Torschützenliste an. Das Coco Basile ihn bislang trotzdem nicht nominierte, liegt unter anderem an der fehlenden Auslandserfahrung des 28jährigen. Spieler die nicht wenigstens einmal in Europa gespielt haben, haben nur wenig Lobby bei Basile, das ist kein Geheimnis. Für Sand hat es lediglich bis nach Brasilien gereicht, wo er im Jahre 2000 bei Esporte Club Vitória anheuerte. Nach zwei Jahren ging es zurück in die Heimat. Von 2004 bis 2005 spielte Sand bei River Plate, konnte sich dort aber nicht durchsetzen. Schließlich gelang ihm bei Lanús doch noch der Durchbruch und so gelangte der Mittelstürmer über Umwege nun doch noch in die Selección.

Von Lanús nach Ezeiza an einem Tag

Sand erfuhr am Sonntag während des Trainings mit Lanús von seinem Glück, setzte sich ins Auto und fuhr noch am selben Tag nach Ezeiza. Nach dem Training mit der Nationalmannschaft gab Sand eine Pressekonferenz und zeigte sich glücklich über seine Nominierung: „Ich habe hart für diesen Moment gearbeitet, die Nominierung ist ein großer Schritt für mich“. Zu seinen Chancen auf einen Platz von Anfang an, äußerte sich Sand zurückhaltend: „Ich bin hier, den Rest muss der Trainer entscheiden“.

Mit Milito und Messi?

Sands Chancen auf einen Platz in der ersten Elf dürften eher gering sein. Mit Milito und Bergessio hat Basile zwei weitere Strafraumstürmer zur Verfügung. Wahrscheinlich ist ein Sturm mit Messi und Milito, außderdem könnte Di María auf der linken Seite in die Mannschaft rücken. Christian Ledesma, der nach seiner Einwechslung gegen Uruguay überzeugen konnte, wird gegen Chile voraussichtlich ebenfalls in von Anfang an spielen und Mascherano als sechser ersetzen. Mascherano würde dann auf die rechte Außenbahn rücken. In der Abwehr bleibt Argentinien wohl unverändert, einzig die Variante Zanetti durch Coloccini zu ersetzen und den Spieler von Inter Mailand dafür auf die rechte Mittelfeldseite vorzuziehen, ist denkbar.

Wiedersehen mit Bielsa

Morgen um 15.30 Ortszeit fliegt die Selección nach Santiago, wo man am Mittwoch um 20.15 Uhr Ortszeit (1.15 Uhr MEZ) auf Chile trifft. Trainer der Chilenos ist mit Marcelo Bielsa ein alter Bekannter. El Loco, selbst Argentinier, trainierte die Albiceleste 1998, 2002 und 2004. In Athen holte er mit Argentinien die Goldmedaille und trat anschließend von seinem Amt zurück.

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