Ein Einstand nach Maß

Vor wie gewohnt stimmungsvoller Kulisse im heimischen Gigante empfing Rosario Central den selbsternannten Titelanwärter San Lorenzo. Es war das erste Spiel für den neuen Trainer Reinaldo Merlo. Der 58jährige hatte in der vergangenen Woche den erfolglosen Gustavo Alfaro abgelöst. Dem neuen Trainer soll es gelingen den Traditionsklub aus Rosario wieder von den Abstiegsrängen zu führen und gegen den Ciclón gelang der erste Schritt auf diesem steinigen Weg.

San Lorenzo musste auf einige Leistungsträger verzichten, u.a. fehlten Pablo Barrientos, Santiago Solari und Agustin Orion. Der von Sampdoria Genua ausgeliehene Bruno Fornaroli machte sein erstes Spiel für die Gäste von Beginn an nachdem er bei der 0-2 Niederlage in der Copa Libertadores bei Libertad Asuncion bereits einen Kurzeinsatz verbuchen konnte. Für den Uruguayo musste Nestor Silvera auf die Bank.

San Lorenzo war  in der ersten halben Stunde das etwas bessere Team. In der 29. Minute brachte Cristian Ledesma die Gäste mit einem Fernschuß in Führung. Danach forcierten die Los Canallas ihre Bemühungen um den Ausgleich und wurden durch das Kopfballtor von Guillermo Burdisso nach einer Ecke von Pablo Lima prompt belohnt. Es war bereits der zweite Treffer im zweiten Spiel für den jüngeren Bruder von Nationalspieler Nicolas Burdisso. Noch vor der Pause gelang Emilio Zelaya der wichtige Führungstreffer. Der Ex-Estudiantes Moreno y Fabianesi hatte ihn bedient.

In der 58. Minute erzielte Jesus Mendez (Ex-St.Gallen) das vorentscheidende 3-1 nach beeindruckendem Solo und Pass von Emilio Zelaya. San Lorenzo hatte dem nichts entgegen zu setzen und erzeugte trotz mehr Spielanteilen wenig Gefahr für das gegnerische Tor.

Rosario Central entfernt sich durch diesen Sieg zwar noch nicht von den Abstiegsrängen, doch nach zuletzt miserablen Ergebnisse gibt dieser Sieg gegen hoch eingestufte Cuervos sicher Auftrieb. San Lorenzo indes tritt auf der Stelle und bleibt im Niemandsland der Tabelle. Bei sechs Punkten aus fünf Spielen kann wohl von einem Fehlstart gesprochen werden, zumal in der Copa Libertadores auch nichts wie geplant lief.

Erneut zeigte sich Cuervo-Ersatzkeeper als Sicherheitsrisiko – der 20jährige patzte bereits bei beiden Toren Libertads im Copa-Spiel am Donnerstag. Deswegen schauen sich die Verantwortlichen nach einem Ersatz für den Langzeitverletzten Agustin Orion (Kreuzbandriss) um. Heißeste Kandidaten: Federico Vilar vom CF Atlante (Mex.) und der bei Boca in Ungnade gefallene Mauricio Caranta.

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