Es geht wieder los

Das erste Spiel auf argentinischem Boden fand bereits gestern statt: Tigre bezwang San Lorenzo mit 2-1, allerdings in der Copa Sudamericana. Nun geht es aber auch in der Liga wieder los: ab Freitag rollt der Ball in der Apertura 2009. Alle zehn Spiele des ersten Spieltags sollen dabei im Free-TV gezeigt werden.

Der erste Vertragsentwurf zwischen Staat und AFA sei unterdessen gestern abend abgesegnet wurden: zehn Jahre Laufzeit bei einer jährlichen Zahlung von 600 Millionen Pesos (rund 110 Millionen Euro) sollen die öffentliche Übertragung des argentinischen Fußballs sichern.

Der private Anbieter TyC Sports, dessen Vertrag mit der AFA eigentlich noch bis 2014 laufen würde, würde somit das große Zugpferd seiner Pay TV Sparte verlieren und sieht einer unsicheren Zukunft entgegen.

Der Konflikt um die Übertragungsrechte und den Vertragsbruch seitens der AFA ist eine weitere Episode im ewigen Streit der argentinischen Regierung rund um das Ehepaar Kirchner und dem mächtigen Medienkonglomerat Grupo Clarin.

Bei aller Freude über Fußball im Free-TV muss man sich allerdings fragen, ob im krisengeschüttelten Argentinien die Regierungsfonds nicht lieber in Bildung, soziale Einrichtung oder den Kampf gegen die Armut investiert werden sollte.

4 Antworten zu “Es geht wieder los

  1. In so einem Fußball verrückten Land ist es schon sehr wichtig auch Fußball im FreeTV zu zeigen, gerade wegen der Armut . Nicht jeder kann sich Pay TV leisten und ohne Fußball geht glaub in Argentinien nix, umindest steht es gleichrangig mit Bildung und sozialen Sachen.

  2. Da bin ich anderer Meinung: Opium für das Volk. So sehr mich der Fussball fasziniert, er ist eben doch die schoenste Nebensache der Welt und sollte nicht (zumindest nicht dauerhaft) von wichtigen Themen ablenken die es unbedingt zu besprechen gilt. In Brasilien ist das, in staerkerem Masse, aehnlich…

  3. Ich gebe dir im großen und gazen schon recht, es gibt wichtigere Dinge im Leben …..natürlich auch in Argentinien ….. allerdings ist dort Fußball eben keine „Nebensache“!

  4. Es handelt sich darum, einen weiteren Schritt zu machen, die Dinge wieder zu stellen, wie sie 1989 vor der neoliberalen Welle waren. Es ist auch nicht die erste „Verstaatlichung“ des Kirchnerehepaars.

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