Das Wort hat die Mannschaft

Nach der schwachen Leistung gegen Paraguay kehrte die Nationalmannschaft in der Nacht zum Donnerstag nach Argentinien zurück, denn am Nachmittag ging es für die meisten Spieler gleich zurück zu ihren Clubs nach Europa. Vor der Abreise stellten sich einige von ihnen der Presse und suchten nach Erklärungen für das Unerklärliche.

Einer von ihnen war Sergio Agüero. El Kun machte vor allem die Niederlage gegen Brasilien für den Auftritt gegen Paraguay verantwortlich: „Das Spiel gegen Brasilien hat uns fertiggemacht, mental ging danach nur noch wenig.“, so der Schwiegersohn von Diego Maradona. Trotzdem sei die Moral für die verbleibenden Spiele aber intakt: „Es sind noch sechs Punkte zu vergeben und wir werden sie holen und uns qualifizieren“, versprühte Agüero Optimismus. Um das ausgegebene Ziel zu erreichen, muss aber gerade der Torjäger zulegen: zuletzt blieb Agüero in der Qualifikation dreimal in Folge torlos.

Auch Nationalmannschaftsneuling Sebastián Dominguéz von Velez Sarsfield übte sich in Selbstkritik: „Ich bin maßlos enttäuscht von meiner persönlichen Leistung. Nach meinen guten Spielen in der Liga habe ich mir die ersten Schritte in der Nationalmannschaft natürlich anders vorgestellt“, meinte der Abwehrspieler vom aktuellen argentinischen Meister. Dabei hatte Dominguéz nicht einmal besonders schwere Fehler gemacht, allerdings konnte der 29jährige auch keine Ruhe im Abwehrzentrum ausstrahlen. Im Nachhinein wäre wohl der erfahrene Rolando Schiavi die bessere Option gewesen. Domingúez wähnt seine noch junge Nationalmannschaftskarriere bereits dem Ende nahe: „Das argentinische Nationaltrikot zu tragen, ist das Schönste was mir je passiert ist. Fakt ist aber, dass ich mich durch meine Leistung nicht für die nächste Nominierung beworben habe“.

Der einzige Gewinner des Wochenendes war wohl Sergio Romero. Der Keeper vom AZ Alkmaar konnte mit einigen starken Reflexen das Vertrauen von Diego Maradona rechtfertigen und wird mit Sicherheit auch am 10.10 gegen Peru das Tor der Selección hüten. Gute Chancen für einen Platz in der Startelf auch in Südafrika, sollte man sich denn qualifizieren, doch daran hat Romero keine Zweifel: „Ich mache mir keine Sorgen um irgendwelche negativen Tendenzen. Wir gewinnen zuhause gegen Peru und dann in Montevideo gegen Uruguay und qualifizieren uns direkt für Südafrika“, und irgendwie ist der Goldmedaillengewinner von Peking 2008 der einzige bei dem das nicht nach auswendig gelernt klingt.

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