Rechenschieber und Schicksalsspiele

Im Nachhinein war es ein perfekter Spieltag für die argentinische Nationalmannschaft: Venezuela hat nach der Heimniederlage gegen Paraguay  nur noch theoretische Chancen auf die Qualifikation und auch Kolumbien darf sich Südafrika 2010 von der Couch aus anschauen. Zwei Sorgen weniger für Diego Maradona und die argentinische Nationalmannschaft, bleiben zwei: Ecuador und das überraschend starke Uruguay. Die Celeste um den Mann mit dem goldenen Schuh Diego Forlan und den gestern überragenden Martin Caceres, konnte einen 0:1 Rückstand in Quito noch in ein 2:1 verwandeln und steht einen Punkt hinter den Argentiniern auf dem  unverhofften fünften Platz. Ecuador fällt durch die Niederlage auf den sechsten Rang zurück. Doch all das ist  Momentaufnahme vor dem entscheidenden letzten Spieltag am Mittwoch. Wir erklären euch die Tabellensituation…

Szenario 1: Argentinien gewinnt in Uruguay; Ecuador gewinnt in Chile

Holt die Maradona-Elf drei Punkte in Uruguay, darf man sich bei der AFA Gedanken um Flugtickets, Hotelreservationen und Ausflüge in den Krüger-Nationalpark machen. Die Argentinier würden den vierten Platz sicher behalten, Uruguay wäre bei einem gleichzeitigen Erfolg Ecuadors raus.

Szenario 2: Uruguay gewinnt gegen Argentinien;  Ecuador gewinnt in Chile

Die einzige Konstellation bei der Argentinien direkt zuhause bleiben müsste. Auch würde dann die Trainerstelle bei der Albiceleste frei, ebenfalls die des Nationalhelden. Uruguay wäre qualifiziert und Ecuador ginge in die Relegation.

Szenario 3: Uruguay und Argentinien trennen sich Unentschieden; Ecuador gewinnt in Chile

Ecuador würde in Punkten zu Argentinien aufschließen, müsste aber mit fünf Treffern Differenz in Santiago gewinnen um auch im Torverhältnis gleichzuziehen. Den besseren direkten Vergleich haben die Ecuatorianos. Sollte das nicht passieren, wäre Argentinien qualifiziert und Ecuador in der Relegation. Uruguay guckt in die Röhre.

Szenario 4: Ecuador verliert oder spielt Unentschieden

Der Gewinner von Uruguay – Argentinien würde sich direkt qualifizieren, während der Verlierer zum Nachsitzen in die Relegation gegen ein Team aus der Mittelamerikagruppe ran müsste.

Zu beachten:

…beide Teams werden in ihren vermeintlichen Bestbesetzungen antreten können. Keiner der mit Gelb vorbelasteten Spielern handelte sich am vorletzten Spieltag eine Karte ein.

…Argentinien hat in der Ära Maradona sämtliche Auswärtsspiele verloren: 6:1 Bolivien, 2:0 Ecuador und zuletzt 1:0 in Paraguay. Uruguay hat in der kompletten Qualifikation zuhause nur gegen Brasilien verloren. Zum Vergleich: Peru schickten die Uruguayos mit 6:0 zurück in die Anden.

…ausgerechnet Marcelo Bielsa, Argentinier und zweimaliger Ex-Trainer der Selección, ist Coach der chilenischen Nationalmannschaft und muss darüber entscheiden ob er mit einer B-Elf gegen Ecuador ins Spiel gilt. El Loco dazu: „Ich wünsche mir unbedingt, dass Argentinien nach Südafrika fährt“.  Allerdings kennt Bielsa seine oft etwas übermotivierten Pappenheimer und bei allem Patriotismus, wer will in einem „unwichtigen“ Spiel noch eine Sperre für die Endrunde in Südafrika riskieren?

…der Fünftplatzierte wird in der Relegation entweder auf Honduras oder Costa Rica treffen. Costa Rica wäre beim jetzigen Stand der Dinge direkt qualifiziert und Honduras müsste zum Schicksalsspiel. Am letzten Spieltag müssen die Hondurenos nach El Salvador, während die Mannschaft aus der Karibik bei den bereits qualifizierten USA antritt.

Etienne

Eine Antwort zu “Rechenschieber und Schicksalsspiele

  1. Pingback: Uruguay – Argentinien: Mit Konterspiel zum Auswärtssieg? « Fußball auf Argentinisch

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