Copa Sudamericana: Halbfinale ohne Argentinier

Mit Velez Sarsfield und San Lorenzo sind auch die letzten verbliebenen argentinischen Klubs aus der Copa Sudamericana ausgeschieden. Vorher erwischte es bereits River Plate, die Boca Juniors, Lanus und Tigre. Die beiden Klubs aus der Hauptstadt scheiterten an der Liga aus Quito bzw. dem Klub River Plate aus Montevideo.  Neben diesen haben sich auch Fluminense (gegen die Universidad de Chile) und Cerro Porteno (gegen Botafogo) für das Halbfinale qualifiziert.

Enttäuschte Verlierer

Im Hinspiel quälten sich die Velezanos bereits zu einem mageren Unentschieden – eine denkbar schlechte Ausgangsposition um bei der Heimstarken Liga bestehen zu können. Es fing auch wieder gar nicht gut an für den argentinischen Meister als bereits nach einigen Minuten der Torjäger der Ecuadorianer Claudio Bieler zum Schuß kam aber noch knapp scheiterte. Doch Velez fing sich und lieferte eine formidable Leistung in der ersten Halbzeit ab. Man spielte sich bereits einige gute Chancen heraus ehe Emiliano kurz vor der Pause den Uruguayo bediente und dieser zum 0-1 abschließen konnte. Doch im Laufe der zweiten Halbzeit ging den Mannen von Trainer Gareca in der Höhe von Quito (2.850m)  scheinbar die Luft aus und die Hausherren kamen wieder besser ins Spiel. Binnen fünf Minuten konnten sie Mitte der zweiten Halbzeit das Spiel drehen und somit Velez Sarsfield seine Hoffnungen auf das Erreichen der Runde der letzten Vier begraben. Gareca versuchte es zwar nochmal, wohl zu spät, mit frischen Kräften von der Bank aber weder Cristaldo noch Zarate hätten dieses Spiel nochmal drehen können. Das Ausscheiden ist aber wohl dem schlechten Hinspielergebnis geschuldet als man phasenweise allzu fahrlässig agierte und es verpasste sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel zu erarbeiten. Nun kann sich Velez sich wieder mit voller Konzentration der heimischen Meisterschaft widmen, befindet man sich doch noch angesichts von zwei Punkten Rückstand auf die Tabellenführer Banfield und Newell’s in aussichtsreicher Position für den neuerlichen Gewinn des Titels.

An ihm lag's nicht: Keeper Migliore (hinten: Simeone)

Nur wenig schlechter sind San Lorenzo’s Chancen auf den Titel da es nur drei Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze sind. Und auch San Lorenzo kann sich nun mit voller Kraft in die nächsten Spiele der Liga stürzen – allzuviel sollte dieser indiskutable Auftritt gegen den wahrlich nicht hochklassigen Darseneros nicht gekostet haben. Der Klub River Plate aus Montevideo bestimmte die Partie und spielte sich einige gute Chancen heraus während sich die Hausherren wahrlich nicht mit Ruhm bekleckerten und nur zu zwei nennenswerten Gelegenheiten während des gesamten Spiels kamen. Anfang der zweiten Hälfte gelang es den Uruguayos die Serie auszugleichen (Hinspiel 0-1) als Richard Porta einen Fehler vom Routinier Kily Gonzalez ausnutzte und den hochverdienten Führungstreffer erzielen konnte. Obwohl noch genügend Zeit war die Serie innerhalb der regulären Spielzeit zu entscheiden steigerten sich die Argentinier nur minimal und auch die eher ideenlosen Versuche von River Plate brachte keinen zählbaren Erfolg. Im nach Ablauf der 90 Minuten direkt anschließenden Elfmeterschießen erwies sich Gäste-Keeper Luciano dos Santos als Mann mit den besten Nerven. Er hielt zwei und leistete somit seinen Beitrag zum Erreichen des Halbfinales. San Lorenzo’s Trainer Simeone haderte nach dem Spiel überwiegend mit der fehlenden Durchschlagskraft in der Offensive, momentan fehle wohl einer der den „letzten Pass“ in Spitze spielen könne. In Bernardo Romeo wartete dort nämlich auch am Mittwoch ein durchaus tauglicher Verwerter. Dennoch hing dieser komplett in der Luft.

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