Saisonvorschau Apertura 2010, Teil I

Vier Jahre, acht Meisterschaften und ebenso viele Sieger. Im argentinischen Liga-Fußball ist in der jüngeren Vergangenheit Spannung garantiert.

So auch in diesem Jahr – einen klaren Favoriten vermag man nicht zu nennen. Werden die Boca Juniors den eigenen Ansprüchen gerecht und mit neuem Trainer und Defensivakteuren die Meisterschaft erringen? Oder wird es gar River Plate, erheblich unter Druck stehend in Hinblick auf die Abstiegstabelle, mit einem jungen Team und dem hoch eingeschätzten Trainer Ángel Cappa? Wie wird es den allzu oft ebenso als Favoriten ins Rennen gehenden Estudiantes oder Velez Sarsfield ergehen? Naturgemäß müsste man auch die im Vorjahr überzeugenden Argentinos Juniors, Godoy Cruz oder Independiente auf dem Zettel haben. Der Klub San Lorenzo hat ebenfalls traditionell die allerhöchsten Ansprüche. Racing dürfte angesichts zuletzt getätigter Investitionen in die Kader ebenso mit einem Spitzenplatz liebäugeln. Nicht zu vergessen der Meister der Apertura 2009, Banfield. Immerhin hat man in der gesamten Spielzeit 2009/2010 die meisten Punkte sammeln können. Selbst Teams wie die Newell’s Old Boys oder insbesondere das mit formidablen Neuzugängen aufwartenden Colon aus Santa Fé darf man niemals komplett außer Acht lassen.

Die Primera Division hat sich in den vergangenen Jahren sehr ausgeglichen präsentiert. Vorbei die Zeiten in denen der geneigte Beobachter aus einem Pool von vier oder fünf Teams wählen konnte und somit gute Chancen auf den richtigen Meistertipp besaß.

In der Folge wird Argifutbol nun unter Mithilfe einiger Gastkolumnisten ein Blick auf jedes einzelne Team werfen.

Der Meister: Argentinos Juniors

Die Meistermannschaft ist nicht mehr. Nach dem sensationellen Titelgewinn verließ mehr als ein halbes Dutzend Leistungsträger den Klub.  Angefangen vom chilenischen Torhüter Nicolas Peric über den verteidigenden Kapitän Matias Caruzzo und dem dirigierenden Facundo Coria bis hin zum wuseligen Stürmer Ismael Sosa. In allen Mannschaftsteilen musste der Hauptstadtklub Abgänge verkraften. Am schwersten sollte allerdings jener des Meistertrainers Claudio Borghi gen Boca Juniors wiegen. Man hat und versucht aktuell immer noch diese Verluste irgendwie zu kompensieren: Pedro Troglio wird irgendwie versuchen die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers fortzusetzen – zuletzt trainierte dieser Cerro Porteño aus Paraguay in meisterlicher Manier.

Anders als Borghi (3-5-2) tendiert Rulo zu einem 3-4-3 oder einem 4-4-2. Im ersten Spiel gegen Huracan ist ersteres wahrscheinlich. Die Dreierkette wird wohl von den aus der Meistersaison bekannten Santiago Gentiletti und Juan Sabia gebildet. Neuzugang Miguel Torren (Cerro Porteño) wird das Trio komplettieren. Vor der Abwehr sollten German Basualdo (für den gesperrten Nationalspieler Paraguays, Nestor Ortigoza) und Juan Mercier absichern, auf den Außenpositionen Rückkehrer Sergio Escudero und der zuverlässige Gonzalo Prosperi agieren. Für Torgefahr sollen die offensiven Gustavo Oberman, Neuzugang Gonzalo Turbo Vargas und Andres Romero sorgen. Letzterer sorgte vor einigen Monaten mal für Furore fiel danach aber wieder weniger auf. Scheinbar setzt der neue Trainer auf den talentierten Tempodribbler.

Eine Prognose ist denkbar schwer. Vor etwa einem halben Jahr hatte auch niemand die Argentinos Juniors auf der Rechnung. Die Meistermannschaft rekrutierte  man auch größtenteils von den Ersatzbänken anderer Teams und aus dem vorhandenen Personal. Allerdings war es Borghi der sie zur Meisterschaft führte. Und Kapitän Matias Caruzzo sowie der sehr erfahrene Oldie Jose Calderon waren noch an Bord. Erschwerend kommt noch hinzu, dass man sich in dieser Saison der Doppelbelastung durch Liga und Copa Sudamericana ausgesetzt sieht. Realistisch erscheint deshalb ein Platz außerhalb der Top-10.

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Der ewige Favorit: Boca Juniors

Das war nicht immer so harmonisch: Palermo herzt Roman

Der Fan Vandegeip:

Clausura 2010: Der Negativtrend der Vorsaison setzte sich ungebremst fort. Am Ende reicht es nur zu Platz 16 und mit 35 Gegentoren avancierte man gar zur Schießbude der Liga – eine der schlechtesten Saisons der Vereinsgeschichte!

Transfers: Wichtigster Neuzugang ist sicherlich Meistertrainer Claudio Borghi, der den müden Bosteros neues Leben einhauchen soll. Radikal ging man bei der Abwehr zu Werke. Im aktuellen Kader befindet sich bis auf Monzon (der wohl noch nach Italien abgegeben wird) niemand mehr aus der abgelaufenen Spielzeit. Alte Haudegen wie Ibarra, Morel Rodriguez und Krupoviesa mussten gehen, Talent Muñoz wurde teuer verkauft. Die Neuzugänge können sich jedoch mehr als sehen lassen. Auf Borghis Wunsch wurde Abwehrchef Matías Caruzzo von seiner Argentinos Meistermannschaft verpflichtet, Cristian Cellay (Estudiantes) und Juan Insaurralde (Newell`s) komplettieren die neue Dreierabwehr. Dahinter hütet mit Cristian Lucchetti (Banfield) ein guter und erfahrener Schlussmann das Tor. Auch das Mittelfeld scheint besser aufgestellt zu sein als noch im Vorjahr. Damián Escudero (Villareal) ersetzt Federico Insúa und für die rechte Aussenbahn wurde Gonzalo Fierro von Flamengo ausgeliehen. In Brasilien nur Mitläufer, soll der Chilene Fierro an seine Glanzzeiten bei Colo Colo anknüpfen, damals von Borghi trainiert. Schwer hingegen wiegt der Abgang von Nicolás Gaitán, der für 8,4 Millionen Euro zu Benfica wechselt.

Hoffnungen: Die Erwartungen in Boca sind traditionell sehr hoch. Dieses Mal wohl aber zurecht. Das Sorgenkind Verteidigung wurde deutlich verstärkt und die Altmeister Palermo und Riquelme wurden mit neuen Verträgen ausgestattet. Zudem kehrt mit Sebastian Battaglia nach knapp einjähriger Verletzungspause eine weitere unersetzliche Stütze ins Team zurück. El Leon Battaglia wird zusammen mit dem Chilenen Gary Medel Riquelmes Rücken frei halten. Harmoniert dieses Trio, sucht es sicherlich seinesgleichen in Argentinien, wenn nicht sogar in ganz Südamerika. Darüber hinaus steht eine weitere Boca Legende kurz vor einem Comeback. WM-Fahrer Clemente Rodriguez soll zukünftig die linke Seite beackern.

Schwachpunkte: Riquelme ist derzeit verletzt und greift frühestens ab dem 5.Spieltag ins Geschehen ein. An seiner Stelle debütiert wahrscheinlich das junge hochtalentierte Eigengewächs Marcelo Cañete. Darüber hinaus ist das Team durch die vielen personellen Veränderungen noch nicht eingespielt und die Personaldecke ist zudem etwas dünn. Der Saisonstart könnte daher durchaus holprig werden.

Prognose: Sollte Boca vom Verletzungspech verschont bleiben und knüpfen Riquelme und Battaglia nach ihrer Abstinenz an ihre Leistungen an, ist ein Platz unter den ersten 5 realistisch. Bocas Vorteil gegenüber den anderen Topteams ist sicherlich ihre individuelle Klasse. (Zudem spielt man erstmals nicht in der Copa Sud, weil weder Boca Juniors noch River Plate fix eingeladen wird und sich auch sportlich qualifizieren muss, d.Red.) Sie können sich zudem voll auf die Liga konzentrieren und haben mit DT Borghi einen echten Meistermacher verpflichtet. Nicht zuletzt wird der Erfolgsfall auch stark davon abhängen, ob es dem Trainer gelingt, die vielen Klassespieler zu einer funktionierenden Einheit zusammenzuschweißen.

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Banfield doppelt belastet

Der Fan Nestor Nocera vom Portal http://www.eurobanfield.com/:

Für den Club Atletico Banfield ist die Apertura 2010 keine Saison wie jede andere: erstens ist es die erste Apertura nach dem ersten Meisterschaftsgewinn der Vereinsgeschichte, außerdem würde eine gute Leistung bei der Qualifikation für die Copa Libertadores 2011 helfen und in einigen Tagen feiert Banfield sein Debüt in der Copa Sudamericana. Es ist ein wichtiger Moment, insbesondere weil es in den letzten Wochen mehrfach Konflikte mit verschiedenen wichtigen Spielern des Clubs gab. Zusätzlich verlässt Roberto Battion den Verein, viele Spieler sind schon gegangen und bei anderen steht die Entscheidung noch aus.

In einem stickigen Klima, in dem es das Management keinerlei Lebenszeichen gegeben hat, bereitete sich das Team auf die Meisterschaft vor und versuchte erfolgreich die neuen Spieler “Chirola” Romero und Marcelo Carrusca – beide seit Jahren Wunschspieler von Trainer Falcioni – zu integrieren. Beide Spieler zeigten gute Leistungen in den Vorbereitungsspielen: Carrusca konnte drei Tore erzielen. Wenige Tage vor Beginn der Apertura sucht Falcioni nun noch zwei Spieler um den Klub zu verstärken.

Durch die jüngsten Erfolge sind wir Banfield Fans nun verwöhnt. Das soll in dieser Saison nicht anders werden. Und trotz der Probleme, denn El Taladro hat die gleichen Probleme wie die meisten argentinischen Vereine, haben wir Ziele die wir erreichen müssen und wenn Julio Cesar „der Imperator“ Falcioni den Daumen nach oben zeigt, dann heißt das, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Mittlerweile verpflichtete Banfield Ariel Rosada von den Boca Juniors. Der routinierte zentrale Mittelfeldspieler kehrte erst zur letzten Saison nach einigen Jahren in Europa in seine Heimat zurück. Beim Spitzenklub konnte er sich allerdings nicht so recht in Szene setzen, bei El Taladro soll er u.a. Roberto Battion ersetzen.

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Der krasse Außenseiter: Olimpo

Der Klub Olimpo kommt aus der Stadt Bahia Blanca im Süden der Provinz Buenos Aires und ist jüngst in die erste Liga Argentiniens aufgestiegen. In der zweiten Liga, der Primera B Nacional, verfügte man im letzten Jahr über die beste Abwehr. Es mussten nur 24 Gegentore in 38 Spielen hingenommen werden.

Doch in Argentiniens höchster Spielklasse wird der kleine Klub, zuletzt 2007/2008 dort vertreten, ganz anders gefordert werden und von vorneherein als Abstiegskandidat gelten. In Anbetracht der Möglichkeiten hat man sich trotzdem ganz ordentlich verstärkt. Diego Galvan, Martin Aguirre, Nicolas Bianchi Arce oder Pablo Jerez haben ihre Tauglichkeit in Liga eins bereits unter Beweis stellen können, doch ihre besten Tage liegen schon etwas länger zurück. Sebastian Longo war in der vergangenen Spielzeit noch einer der Besseren beim Absteiger Atletico Tucuman. Facundo Castillon ist ein schneller Offensivspieler der in der letzten Saison im Trikot vom Zweitligisten Tiro Federal überzeugte und auch vom Meister, den Argentinos Juniors, umworben wurde. Ansonsten bilden Spieler aus der vergangenen Saison das Gerüst der Mannschaft. Der erfahrene Torhüter Tombolini, in der Abwehr Marcelo Mosset, im defensiven Mittelfeld der Uruguayo Roberto Brum und Regisseur Martin Rolle und im Sturm die lebende Bahnschranke Alejandro Delorte.

Ob der vorhandene Kader ausreicht um sich in der Liga zu halten ist zweifelhaft. Vielleicht ist unter den weiteren Neuzugängen (Juan Tejera, Nestor Bareiro, Juan Manuel Cobo und Emerson Panigutti) ja noch der ein oder andere Glücksgriff und Trainer Omar de Felippe schafft es Woche für Woche ein gut funktionierendes Kollektiv auf den Platz zu schicken. Sonst könnte es ganz schwer werden.

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Arsenal de Sarandí: Mit altem Trainer zu alten Erfolgen?

Der Fan Alejandro von der Fanpage http://www.arsenalsarandi.com.ar/ :

Arsenal de Sarandi wird die Apertura 2010 mit einem neuen Gesicht beginnen. Gustavo Alfaro, der mit Arsenal die Copa Sudamericana 2007 gewonnen hat, kehrt an die Bande zurück. Der Trainer hat im selben Jahr außerdem die meisten Punkte der Vereinsgeschichte in einer Saison erzielen können.

Auch in der Mannschaft gab es einige wichtige Neuigkeiten: Routiniers wie Dario „Cafu“ Espinola (Rekordspieler mit 423 Spielen für Arsenal), Anibal Matellan und Yacuzzi verlassen den Club. Bis jetzt hat der Club 11 neue Spieler verpflichtet: M. Alustiza, L. Lopez, M. Tripodi, C. Leiva, G. Choy Gonzalez, I. Bogino, j. Krupoviesa, A. Franzoia, P. Aguilar, außerdem Esmerado und Ortiz die unter Alfaro mit Arsenal aufgestiegen waren.

Arsenal muss in dieser Saison Punkte sammeln um sich von den Abstiegsrängen fernzuhalten, auch wenn man mit 55 Punkten noch ein gutes Polster hat.

Die Mannschaft hat eine zehntätige Saisonvorbereitung in Tandil verbracht, wo man einige Freundschaftsspiele gegen Clubs der Stadt gemacht hat. Alle Partien wurden gewonnen.

Es hat sich eine gute Gruppe geformt, die Spieler „Hunger auf Glorreiches“ . Hoffentlich, für das Glück seiner Fans, kann Arsenal wieder zu dem Verein werden, der wir noch vor drei Jahren waren.

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Bei El Arse zeichnet sich bislang noch keine offensichtliche erste Elf ab. Statt der genannten könnten auch genauso gut Spieler wie der junge Ivan Marcone, die Stürmer Andres Franzoia und Matías Alustiza oder Außenbahnspieler Sergio Sena ins Team rutschen.

Quilmes im Kaufrausch

Quilmes, besser bekannt für mäßiges Bier denn für erfolgreichen Fußball, schaffte zuletzt als zweites Team nach Olimpo den direkten Aufstieg in die erste Liga. Zu Beginn der Saison, so scheint es, wird der komplette Kader der Cerveceros umgekrempelt.

Nicht weniger als ein gutes Dutzend neuer Spieler wurde vom neuen Trainer Hugo Tocalli in die Stadt südlich der Hauptstadt Buenos Aires gelotst. Für den Posten zwischen den Pfosten wurde der junge Hernan Galindez vom Absteiger Rosario Central verpflichtet und für die Defensive hat man mit dem für Godoy Cruz stark spielenden Sebastian Martinez, dem jungen Cristian Leyes, Ariel Broggi, Nahuel Roselli und dem in Spaniens Primera Divison überzeugenden Leandro Gioda absolut erstklassig eingekauft. Das Mittelfeld macht mit jungen Verpflichtungen wie Charles Aranguiz, Gervasio Núñez oder Leandro Coronel sowie ergänzt durch die Veteranen Gustavo Varela (Ex-Schalke), Óscar Morales und Santiago Raymonda schon was her. Aber auch der Sturm braucht sich vor niemanden verstecken. Bernardo Romeo ist seit Ewigkeiten ein Muster an Treffsicherheit, Cristian Núñez war zur Clausura 2010 ein würdiger Ersatz für den formschwächelnden Joaquin Boghossian in Diensten der Newell’s Old Boys und Juan Morales kehrt nach guten Zeiten in Chile zurück.

Sollte es dem neuen Übungsleiter Tocalli gelingen aus dem zweifelsfrei vorhandenen gutklassigen Kader eine funktionierende Mannschaft zu formen dann ist der Klassenerhalt zweifelsfrei machbar. Gar ein Platz unter den Top-10 ist nicht auszuschließen – zumal man ja noch weitere Neuzugänge präsentieren will.

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Nimmt Racing diesmal so richtig Fahrt auf?

Bereits zur abgelaufenen Clausura hatte man den Racing Club aus Avellaneda als Geheimfavoriten gesehen. Dennoch war in jüngerer Vergangenheit das Fehlen von offensiven Mittelfeldspielern offenkundig.

Nun hat die Academia vor allem für diese Schwachstelle starke Spieler gewinnen können. Von Huracan wurde der nun lange Zeit auf einem sehr guten Niveau spielende Patricio Toranzo verpflichtet. Und dieser starke Transfer wird noch in den Schatten gestellt vom Kauf eines der besten Spieler der kolumbianischen Liga, Giovanni Moreno. Nicht wenige Experten rieben sich verwundert die Augen, dass dieser Racing den finanzkräftigeren Ligen in Mexiko, Brasilien oder Europa vorgezogen hatte.

Trainer Miguel Russo kam im Laufe der letzten Spielzeit und bleibt dem Verein trotz anderer Offerten auch in der kommenden Apertura treu. Der 54-Jährige, der mit Velez die Meisterschaft und mit Boca die Copa Libertadores gewinnen könnte, wird bei den Blau-weißen wohl auf ein 3-4-1-2 setzen.

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Eine neue Hoffnung für San Lorenzo de Almagro beginnt

Der Fan Favio von http://www.mundoazulgrana.com.ar

Mit Blick auf die nächste Apertura, hat sich die Mannschaft von San Lorenzo unter der Leitung von Ramon Diaz intensiv und mit neuen Gesichtern vorbereitet, um am 8. August bei Gimnasia y Esgrima de La Plata zu siegen.

Um am ersten Spieltag fit ins Rennen zu gehen, hat das Team erst ein 15tägiges Trainingscamp in Salta in Nord-Argentinien absolviert und dann nochmal 15 Tage in Buenos Aires.

Die größten Neuigkeiten im Vergleich zur enttäuschenden letzten Saison ist sicherlich die Verpflichtung des neuen Trainerstabs: Chefcoach Ramon Diaz, der in der Clausura 2007 den Titel mit San Lorenzo holte, und sein Co-Trainer Sebastian Rambert. Außerdem konnten mit Diego Placente (Bordeaux), Guillermo Pereyra (Murica), Leonardo Lopez Mendez (Boyaca Chico) und Jose Ignacio San Roman (Tigre) einige starke Spieler nach Boedo geholt werden. Leistungsträger wie Bottinelli, Juan Manual Torres, Pablo Migliore, Aureliano Torres (WM Teilnehmer mit Paraguay) und Juan Carlos Menseguez konnten unterdessen gehalten werden.

Verkauft wurden hingegen Pablo Pintos (Lazio Rom) und Alejandro Gomez (Palermo). Außerdem nicht mehr dabei: Bernardo Romeo, Gustavo Campagnuolo und Cristian „Kily“ Gonzalez.

Ramon Diez sucht unterdessen noch nach einem Torjäger der aus Paraguay oder Uruguay zum Team stoßen könnte.

Die Fans von San Lorenzo haben große Hoffnungen in die neue Ära des Ramon Diaz. Wir sind einer der fünf großen Vereine Argentiniens und unsere Ergebnisse sollten auch dementsprechend aussehen.

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Die gleichen Hoffnungen in Zeiten des Wandel


Der Webmaster des Portals http://www.portigrevivo.com.ar

Für die Saison 2010/11 hat Tigre die Mannschaft grundlegend verändert. Nur noch wenige Spieler der Mannschaft die Caruso Lombardi schon 2004 trainierte. Dieser sagte bei seinem Amtsantritt in Victoria: „Ich komme um einen schlafenden Riesen aufzuwecken“. Diego Cagna, der Lombardi beerbte, setzte den Prozess mit den gleichen Spielern fort und konnte letztendlich den Aufstieg und zwei Vizemeisterschaften feiern.

Von der 2004-Mannschaft sind mittlerweile nur noch Diego Castaño, Wirbelsäule des Mittelfelds, und der mit hervorragenden Reflexen ausgestattete Torhüter Daniel Islas übrig. Gerade für die Fans wichtige Figuren wie Leandro Lazzaro, Carlos Luna, Pablo Fontanello, Matias Gimenez, Martin Morel und Rodolfo Arruabarena haben den Club verlassen.

Aus diesem Grund steht Caruso Lombardi erneut vor der Herausforderung, wie in jenem längst vergangenen Sommer 2004, mit unbekannten Spielern die aus den unteren Ligen geholt wurden, große Taten zu vollbringen.

Tigres Situation ist dabei zwar nicht kritisch, doch darf man sich keine groben Fehler erlauben: eine Punktausbeute im nächsten Jahr die unter 50 Punkten läge, würde entweder den direkten Abstieg oder die Relegation bedeuten.

Die Saison beginnt für den „Matador“ mit einem schweren Auswärtsspiel bei River Plate. Aber der Fan, der keine Angst vor Niemandem hat und bei dem die Erinnerungen vom 5:1 Kantersieg im Monumental aus der letzten Spielzeit noch frisch sind, wird auch in dieser Spiel für Spiel die Tribünen füllen. Ohne Zweifel und mit großer Hoffnung in die neuen Gladiatoren, auf den Lippen den Kampfesschrei „Tigre Corazon“!

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Ist Colon bereit für den großen Wurf?

In der jüngeren Vergangenheit spielte Colon immer ganz gut mit. Diesmal, so ließ es gar Trainer Antonio Mohammed wissen, wolle man ganz oben angreifen.

Für diesen Zweck verstärkte sich das routinierte Team mit weiteren alten Fahrensmännern. Der bolivianische Innenverteidiger Ronald Raldes ist ein alter Bekannter in der Primera Division. Er verteidigte einst souverän bei Rosario Central ehe seine Reise rund um den Globus begann. Auch Damian Diaz spielte sich einst bei Central in den Vordergrund. Dann wurde er von Boca gekauft, kam nicht zurrecht und nach Chile zur Universidad Catolica weiterverliehen. Nun soll er bei den Santafesinos den gen Kiev abgewanderten Facundo Bertoglio ersetzen. Ein alter Bekannter aus der Bundesliga ist Cristian Ledesma (Ex-HSV). Seine Verpflichtung sollte den Abgang von Cristian Pellerano locker kompensieren können. Offensiv hat man sich auch verstärkt: Federico Nieto spielte die vergangene Spielzeit ausschließlich unter seinen Möglichkeiten und wird nun von Joaquin Larrivey mehr als adäquat ersetzt. Daniel Andres Rios trat gar nicht in Erscheinung, der Zukauf von Federico Hiquain könnte also eine erhebliche Qualitätssteigerung bedeuten.

In seiner letzten Spielzeit kündigte der Stürmer-Altstar Esteban Fuertes an um die Meisterschaft mitspielen zu wollen. Da man sich nicht für die Copa Sud oder Libertadores qualifizieren konnte und über ein sehr routiniertes Team, weiter verstärkt durch starke Spieler wie Diaz oder Ledesma, verfügt könnte dieser Plan sogar in die Tat umgesetzt werden.

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Teil II wird in Kürze folgen.

9 Antworten zu “Saisonvorschau Apertura 2010, Teil I

  1. Herrlicher Überblick. Da muss ich mir auf spanisch meinen Kopf nicht mehr zerbrechen.🙂

    Ihr habt recht, QAC wird die Überraschung der Saison und ich kann es allen heimzahlen die mich seit Jahren dafür ausgelacht haben ein Cervecero zusein.

    Achja, Quilmes ist kein mässiges Bier, es ist halt nur ein Sommerbier😉

  2. christofscha

    Hey, wir sind ein deutsches Blog über den argentinischen Fußball. Messen also auch das Quilmes an deutschen Maßstäben. Und da kannste das mal getrost knicken.😀

  3. Du weisst doch gar nich wie schön das gute Quilmes dir noch den Tag danach verschönt! Is die volle Dröhnung!

  4. Naja, ist halt immer die Frage mit welchem deutschen Bier du Quilmes vergleichst.😉

  5. christofscha

    Jedem das seine, mir schmeckt diese dünne Plörre jedenfalls nicht.

    Ich bleibe gern beim Bier, gebraut nach deutschem Reinheitsgebot.

  6. dazu ein schönes saftiges argentinisches rindersteak !!! prost……

  7. @kun: alternativ ein paar Morcillas und eine schöne Inet-Liveübertragung.🙂

  8. @ wacho chorro: ok,überredet….. die liveübertragung könnte nächstes jahr das copa finale arg vs. bras mit einem sieg für argentinien sein …. das wäre doch ok,oder?????

  9. das wäre schön kun, die letzte Finalübertragung habe ich live in Spanien miterleben müssen😦

    Wobei es kurios ist, arg. Liga-Alltag kann man im spanischen Fernsehen schauen. Und 2007 habe ich in Bs.As./Recoleta im arg. TV Bayern – Werder Bremen gesehen (Kabel-TV bei einem amerik. Sportsender).

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