Rückblick Teil IV – Torjäger

Goooooooooooool – mehr als nur ein Ausruf! Vielmehr ein Zeichen höchster Ekstase, eine in sich explodierende Emotion, die Vollendung des Spiels, manche behaupten gar: schöner als Sex! Im letzten Teil unseres Rückblicks schauen wir daher auf diejenigen, die die Massen zum Bewegen, zum Entzücken bringen: die Torjäger. Im Fokus steht dabei eine der großen Sturmhoffnungen des Landes.

Rubén Ramírez (29), Godoy Cruz de Mendoza

Tito Ramírez ist derzeit die Referenz, wenn man über Torjäger der argentinischen Liga spricht. Nach dem Karriereende Martin Palermos (Boca Juniors) und dem zwischenzeitlichen Weggang von Santiago Silva (Ex-Velez) katapultierte sich der bullige Ramírez an die Spitze der Torjägerliste. In 16 Spielen netzte Tito ein Dutzend mal ein und war mit 46 Torschüssen zudem der schußfreudigeste Akteur der Liga. Beinahe wäre Ramírez bei Meister Boca Juniors gelandet, jedoch entschied man sich kurzerhand für den bereits erwähnten (ehemaligen Torschützenkönig) Silva.

Pereyra, César (30), Belgrano de Cordoba

César Pereyra ist zwar mit seinen 30 Jahren bereits über den Zenit seines Schaffens, für Aufsteiger Belgrano ist er trotzdem das unersetzliche Schwungrad der Offensive: für den Außenstürmer stehen sieben Tore und zwei Torvorlagen zu Buche. Darüber hinaus bringt Pereyra das notwendige Feuer auf dem Platz mit – nicht ohne Grund wird Pereyra schlicht El Picante, der Feurige, genannt.

Salcedo, Santiago (30), Argentinos Juniors

Der gebürtige Paraguayer gilt ligaweit als solider Torjäger. Ob bei Newell´s Old Boys, CA Lanús oder seinem aktuellen Arbeitgeber Argentinos Juniors, auf Salcedo war immer Verlass. Seine bisher effizienteste Spielzeit absolvierte Sa-sá in der abgelaufenen Apertura, als er sieben Tore und zwei Vorlagen in 12 Spielen beisteuerte und somit an 50% aller Tore direkt beteiligt war.

Facundo Ferreyra (20), CA Banfield
Chucky – der Alptraum vieler Kinderzimmer der 90er Jahre. Wer fürchtet ihn nicht? 20 Jahre später wütet er wieder, jedoch dieses mal durch die gegnerischen Abwehrreihen. Sein wirklicher Name: Facundo Ferreyra, in Diensten bei CA Banfield, Spitzname Chuky. Typ: Senkrechtstarter.
Ferreyra wurde am 14. März 1991 in Lomas de Zamora (15km südlich vom Stadtzentrum Buenos Aires gelegen) geboren und spielt schon seit Kindesbeinen an für den dort ansässigen Verein Club Atlético Banfield. Am 5. Dezember 2008 debütierte Chucky unter dem damaligen Trainer und 86er Weltmeister Jorge Burruchaga, zwei Wochen später wurde Ferreyra im Spiel gegen Argentinos Juniors zur zweiten Halbzeit beim Stande von 0-2 eingewechselt. Kurz vor Ende der Partie erzielte Ferreyra per Kopf den Anschlusstreffer, Banfield schaffte sogar noch den Ausgleich. Doch bevor sein Stern richtig anfangen konnte zu glühen, nahm auf der Trainerbank der heutige Boca Juniors Trainer Julio Falcioni platz. Falcioni setzte auf Routiniers und führte Banfield zur ersten Meisterschaft überhaupt, Ferreyras Karriere indes geriet erstmals ins Stocken. Doch Chucky meldete sich Anfang 2011 mit herausragenden Leistungen bei der U20-Weltmeisterschaft zurück, indem er zum Schlüsselspieler der jungen argentinischen Truppe avancierte. In 2011 traf er für die U20 in insgesamt 16 Spielen satte elfmal. Grund genug den Youngster mit einem neuen Vertrag auszustatten und ihm einen festen Platz in der ersten Elf Banfields zu reservieren. Seither ist er aus Banfields Team nicht mehr wegzudenken: 32 Spiele, 12 Tore und 6 Torvorlagen sammelte Chucky, was den Scouts aus Europa nicht verborgen blieb. Bei Juventus Turin steht der 1,86m große Mittelstürmer angeblich ganz oben auf der Agenda.

Andreas Geipel

3 Antworten zu “Rückblick Teil IV – Torjäger

  1. Dank euren stets aktuellen Infos kann man sich hier bereits über die möglichen neuen Stars aus Argentinien informieren.

    Zuletzt war ja z. B. von Paulo Dybala oder Facundo Ferreyra die Rede. Ich bin gespannt, ob es die beiden Jungs nach Europa schaffen und sich hier durchsetzen.

    Im Kopf bastle ich dann immer an dem Kader der Albiceleste.😉

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