Wer ist eigentlich… Matías Suárez?

Der FC Bayern ist diversen Medienberichten zufolge an einer Verpflichtung von Matías Suárez vom RSC Anderlecht interessiert. Grund genug für Argifutbol, einen genaueren Blick auf den argentinischen Offensivspieler zu werfen. Bild

Matías wurde in Córdoba geboren, genauer im Stadtviertel Güemes geboren. Erste fußballerische Gehversuche unternahm er beim hiesigen Sportklub Enpalme und später bei Unión San Vícente. Im Jahr 2002 wurde dann der Club Atlético Belgrano de Córdoba in Person des Jugendtrainer Marcelo Bonetto auf den damals 14-Jährigen aufmerksam und rekrutierte ihn für die Nachwuchsmannschaft des damaligen und nunmehr wieder aktuellen Erstligisten.

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 Gerade achtzehn geworden kam Súarez im Oktober 2006 beim 0:1 gegen Arsenal de Sarandi in der 75. Minute für Andrés Soriano ins Spiel und feierte sein Erstligadebüt. In der Folge sollte das Talent immer häufiger eingesetzt werden, die fehlende Erfahrung war ihm aber noch deutlich anzumerken. Vor allem vor dem gegnerischen Tor haperte es damals an der nötigen Durchschlagskraft. Seine technischen Qualitäten konnte er aber stellenweise schon unter Beweis stellen. Dennoch konnte auch er nicht verhindern, dass sein Verein am Ende der Saison als Vorletzter der Abstiegstabelle in die Primera B Nacional abstieg.

2008 für 1 Millionen Euro Ablöse nach Belgien

 La Joya ging mit der Celeste in die zweite Liga und avancierte dort zum Stammspieler. Belgrano beendete die Saison auf dem vierten Platz und scheiterte in der darauffolgenden Relegation denkbar knapp am Racing Club aus Avellaneda. Im Sommer 2008 wurde Súarez dann an den RSC Anderlecht veräußert. Der belgische Rekordmeister ließ sich die Dienste des jungen Talente knapp eine Million Euro kosten.

 Nach einigen Lehrjahren in der Jupiler Pro League und im internationalen Geschäft entwickelte sich Suárez spätestens nach dem Abgang seines Sturmpartners Romelu Lukaku gen London zum wichtigsten Spieler des RSC. In der Saison 2011-2012 hatte er mit dreizehn Toren und sechzehn Vorlagen in 35 Spielen maßgeblichen Anteil am Gewinn der belgischen Meisterschaft. Zudem war er auch in der Europa-League sehr treffsicher (10 Spiele/ 7 Tore/ 3 Assists), konnte aber das Ausscheiden seines Teams im Sechzehntelfinale gegen AZ Almaar auch nicht verhindern.

 Im letzten Jahr wurde Matías Suárez zum „Spieler des Jahres“ gewählt. Zudem wurde er just bester Spieler der Saison 2011/2012, ließ im Rahmen der Preisverleihung aber offen, ob er nächste Saison noch Spieler des RSC sei. Angebote liegen genügend vor. So hat nach jüngsten Berichten der FC Bayern seine Fühler nach ihm ausgestreckt. Zudem wurde kolportiert, aber längst dementiert, dass er einen Vorvertrag beim FC Liverpool unterzeichnet habe. Russische und türkische Vereine hätten auch um ihn gebuhlt. Er habe eigenen Aussagen zufolge aber dankend abgelehnt, weil er in einer „guten Liga“ spielen wolle.

 Der 1,82m lange und 72kg schwere Suárez spielte in dieser Saison überwiegend zentral hinter den Spitzen, wurde aber auch einige Male auf der rechten offensiven Außenbahn oder vereinzelt im Sturm aufgeboten. Er kann also alle Positionen in der Offensive im auch vom amtierenden deutschen Vizemeister und -pokalsieger präferierten 4-2-3-1 einnehmen.

 Von langwierigen Verletzung blieb der Stürmer in den letzten Jahren verschont. Zu Beginn seiner Zeit in Belgien musste er sich einer Operation am Meniskus unterziehen und fiel länger aus. Zu der guten Physis gesellt sich eine bärenstarke Technik. Er ist außerdem recht schnell und wendig. Seine Fähigkeiten im Abschluss konnten im Verlauf der letzten Jahre immer weiter verbessert werden.

 Es ist nicht sicher, ob der junge Familienvater für den deutschen Rekordmeister eine sofortige Verstärkung darstellen würde. Der Sprung von der belgischen in die deutsche Liga ist groß, dass konnte man zuletzt am Dortmunder Ivan Perisic festmachen. Ob die Bayern nun bereit sind eine Summe von mehr als zehn Millionen in die Hand zu nehmen für einen Spieler, von dem man nicht genau weiß, ob er ihnen sofort weiterhelfen kann, ist zweifelhaft. Er konnte in der jüngeren Vergangenheit aber zur Genüge andeuten, dass er das Zeug dazu hat, mittelfristig auch bei einem europäischen Spitzenklub eine gute Rolle zu spielen. Es würde in München sicherlich nicht der ganz große Druck auf ihn lasten. Er könnte sich im Schatten von Robben, Ribery und Konsorten an die neue Liga gewöhnen und zur ernst zu nehmenden Alternative zu diesen werden.

9 Antworten zu “Wer ist eigentlich… Matías Suárez?

  1. glaube ich nicht , daß bayern experimente macht !!!

  2. Wenn in die Bundesliga dann nicht gleich nach Bayern, sondern erstmal zu einem Verein wo der Druck und die Konkurrenz nicht ganz so groß ist, und wo er auch Spielpraxis bekommt.

  3. es sei denn sie kaufen ihn und leihen ihn zu einem mittelmässigen BuLi klub aus

  4. ich glaube die haben noch die sosa pleite im kopf…….für junge talente ist bayern definitiv der falsche club…die sitzen doch nur auf der bank rum!! obwohl sosa damals wirklich viele chancen bekommen hat,aber genutzt hat er keine…habe nicht ein gutes spiel bei den bayern von ihm gesehen….

  5. Matías Suárez würde gut zu Lucien Favre nach Gladbach passen…

  6. Kann ich alles unterschreiben, Sosa hat enttäuscht bei Bayern, da gibts nichts zu beschönigen! Allerdings sind auch andere da nicht klar gekommen, Podolski, Schlaudraff, etc.. Ja, zu Gladbach würde Suarez sicher gut passen.
    Bei der Albiceleste hat Sabella folgende Formation getestet:
    Romero, Zabaleta, Fernandez, Garay, C. Rodriguez, Mascherano, Gago, di Maria, Messi, Higuain und Agüero. Hört sich doch im Großen Ganzen nicht schlecht an.

  7. für mich fehlt pastore!

  8. @zürcher: Yo, mit unterschrift und stempel !!!

  9. Pastore und Lamela, der zumindest zum erweiterten Kader gehört!

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