Libertadores: Auch Tigre verliert Auftaktspiel, Vélez schlägt Iquique

In der zweiten Spielwoche der Copa Libertadores kamen drei argentinische Teams zum Einsatz. Tigre debütierte mit einer Heimniederlage gegen Libertad (Paraguay) und auch Newell’s verlor sein zweites Gruppenspiel in Venezuela. Vélez Sarsfield allerdings konnte am Mittwoch Abend in Buenos Aires Deportivo Iquique (Chile) abfertigen.

C.A. Tigre – Libertad 0:2 (0:0)

Der Club Atlético Tigre nimmt erstmals in seiner Geschichte an der Copa Libertadores teil und hatte im Januar die Qualifikation gegen Anzoátegui aus Venezuela bestanden.
In der Gruppe zwei trifft das Team aus dem Norden von Buenos Aires auf nominell nicht unbedingt starke Teams. Palmeiras (Brasilien) ist vor wenigen Monaten in die zweite Liga abgestiegen und nur aufgrund des Gewinns des Landespokals qualizifiert, dazu kommen Sporting Cristal (Peru) und Libertad (Paraguay).
Dieses zuletzt genannte Team aus dem Nachbarland empfing man am Donnerstag Abend in Victoria. Allerdings erwies sich die Mannschaft von Libertad nicht als guter Gast, denn sie dominierte vom Anpfiff weg das Spielgeschehen und entführte so letztendlich drei Punkte.  Der argentinische Routinier Pablo Guiñazú, der nach sechs erfolgreichen Jahren bei Internacional in Brasilien nach Paraguay wechselte und sich auf seine alten Tage sogar noch Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme mit Argentinien machen darf, zog für Libertad im defensiven Mittelfeld die Fäden. Dennoch erspielten sich die Paraguayos kaum Torchancen in der ersten Spielhäfte – Tigre allerdings auch nicht.
Nach dem Seitenwechsel bissen sich die Gäste am Tor von Tigres Keeper García fest und erzwangen so einen Elfmeter und den Platzverweis für Donatti, der zuvor auf der Torlinie nach einem Kopfball von Mendieta per Hand geklärt hatte. Auquino verwandelt gnandelos (52′). Kurz vor Spielende besiegelte ein Knaller aus der Distanz von González die Auftaktniederlage für Tigre.
In der kommenden Woche (28. Februar) ist Tigre zu Gast in Peru bei Sporting, die ihr erstes Spiel gegen Palmeiras verloren hatten.


Deportivo Lara – Newell’s Old Boys 2:1 (1:0)

Nach dem erfolgreichen Heimdebüt in der vergangenen Woche begann Newell’s in Venezuela recht verschlafen und musste bereits nach sechs Minuten den Rückstand einstecken. Danach hatte Ñuls durchaus mehr Spielanteile, Maxi Rodríguez vergab nach toller Vorarbeit von Scocco allerdings den Ausgleich, während man fast im direkten Gegenzug durch einen tollen Fernschuß von Fernández den zweiten Gegentreffer einstecken musste (49′). In der Nachspielzeit verkürzte Cáceres für das Teams aus Rosario, das am 5. März Universidad de Chile im Estadio Marcelo Bielsa empfängt.  Durch die Niederlage der Chilenen in Paraguay gegen Olimpo haben alle vier Teams in der Gruppe 7 nach zwei Spielen nun je drei Punkte.

Vélez Sársfield – Deportivo Iquique 3:0 (2:0)

Nach der Niederlage gegen Emelec stand das hochgehandelte Team von Trainer Gareca am regnerischen Mittwoch in Buenos Aires unter Zugzwang. Die Chilenen präsentierten sich allerdings als wohlgesonnener Aufbaugegner und konnten el fortín zu keiner Zeit ernsthaft Paroli bieten. Der Ex-Gladbacher Insúa traf in der 24. Minute zur Führung, Rescaldani (34′) und Gago mit einem abgefälschten Freistoßtreffer (68′) erzielten die weiteren Treffer.
Vélez reist nächste Woche zu einem heißen Tanz nach Montevideo zum fünfmaligen Libertadores-Sieger Peñarol (26. Februar).


Weitere argentinische Protagonisten: Barcos & Ramúa

Favorit Gremio konnte sich nach der peinlichen Auftaktniederlage gegen den Underdog Huachipato durch einen überzeugten 3:0 Auswärtssieg in Rio de Janeiro bei Fluminense etwas rehabilitieren. Neben dem chilenischen Neuzugang Eduardo Vargas traf auch der Argentinier Hernán Barcos, der bereits als Führungsspieler des Teams aus Porto Alegre gehandelt wird.
Der wohl deutliche unbekanntere Argentinier Alfredo Ramúa sorgte mit seinem wohl ebenso unbekannten Team Real Garcilaso aus Peru für die Überraschung des Spieltags. In Asunción schlug man das paraguayische Topteam Cerro Porteño durch einen Treffer durch ebendiesen Ramúa in der 88. Minute und provozierte bei den Gastgebern so den Rauswurf des Trainers Jorge Fossatti.

Leider auch eine Meldung: Fan von San José stirbt durch Rakete von Corinthians- Anhänger

Das man mit Pyrotechnik auch falsch umgehen kann, bewiesen die Anhänger des Titelverteidiger Corinthians aus Sao Paulo. Beim Spiel ihrer Mannschaft schossen einige von ihnen gezielt Raketen auf die Tribüne der Heimmanschaft. Ein 14jähriger bolivianischer Fan wurde tödlich getroffen. Bereits nach Spielende nahm die bolivianische Polizei einige Tatverdächtige fest und auch der südamerikanische Fußballverband Conmebol zog sofort Konsequenzen: Vorerst wird o timão alle Heimspiele des Wettbewerbs ohne Publikum austragen müssen und auch auswärts werden keine torciadores von Corinthians zugelassen.

Viktor Coco

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