Archiv der Kategorie: Argifutbol?

Infos in eigener Sache

Argentinischer Fanstreich in Münchner Fußballkneipe

Ein Foto vom Originalzustand des Huracán Wandposters in der Münchner Fußball-Kneipe "Stadion"

Das neue Huracán Wandposter in der Münchner Fußball-Kneipe „Stadion“

Das Stadion an der Schleissheimer Straße 82 oder die „härteste Tür Münchens bei Champions League-Spielen“ gilt als eine der besten Fußball-Kneipen Münchens. Seit kurzem ziert ein Kurvenbild von CA Huracán die komplette hintere Wand der Kneipe. Es ist das Werk von Fußball-Fotograf und Huracán Hincha Reinaldo Coddou. Jedoch wurde das Bild nach wenigen Tagen entdeckt und von unbekannten Tätern „umdekoriert“. Argifutbol wollte der Sache auf den Grund gehen und wir begannen Fragen zu stellen.  Weiterlesen

Fangesänge: Qué Alegría

Qué alegría, qué alegría, olé olé olá

tönt es von der Tribüne. Ob Bostero, Millonario, Cuervo und wie sie alle heißen. Der Gassenhauer „Qué alegría“ stammt eigentlich aus der argentinische Komödie Johny Tolengo – el majestuoso von 1987, erlangte aber seine größte Ruhmesstunde als sämtliche Fankurven ihn ins Reportoire ihrer Fangesänge aufnahmen. Am vergangenen Dienstag verstarb dessen Schöpfer, Juan Carlos Calabró. Der Sänger, Schauspieler und Komödiant verstarb im Alter von 79 Jahren.

[youtube http://youtu.be/u_t-mpkWDnE] Weiterlesen

Racings Starspieler von eigenen Fans mit Waffe bedroht

Es war ein Dienstag wie jeder andere in Buenos Aires Vorstadt Avellaneda, doch für die beiden Offensivspieler Giovanni Moreno und Federico Santander (Racing Club) wurde es nach dem gestrigen Training gar lebensgefährlich. Weiterlesen

Bottinelli aus San Lorenzo verjagt

Jonathan Bottinelli (Abwehrspieler des Jahres der Apertura 2010) wird voraussichtlich nicht mehr für den Traditionsklub San Lorenzo de Almagro auflaufen. Der Abwehrchef und konstanteste Spieler des Ciclons der letzten Jahre wurde nach der 0-1 Pleite bei Arsenal de Sarandí von der eigenen Anhängerschaft erst verbal attackiert und am darauffolgenden Tag beim nicht-öffentlichen Training gar von einer Handvoll Barras tätlich angegriffen. Der schockierte Bottinelli kam mit einem blauen Auge und dem Schrecken davon, erklärte aber öffentlich, nicht mehr für San Lorenzo spielen zu wollen.

Die Gewalt im argentinischen Fußball bestimmt mal wieder die Schlagzeilen. Dieses Mal krachte es ausgerechnet beim Heiligen Lorenzo. Und es hätte keinen Geringeren treffen können als Jonathan Bottinelli. Bottinelli ist nämlich nicht irgendein Spieler. Botti ist die Symbolfigur bei den Blau-Roten. Bis auf ein kurzes Intermezzo bei Sampdoria Genua spielte der Abwehrchef seine komplette Fußballerkarriere beim 11-maligen argentinischen Meister. Nun wurde einer der aktuell größten Symbolfiguren des Klubs regelrecht vom Hof gejagt. Was war passiert?

Anfang der Woche setzte es für den selbsterklärten Meisterkandidat eine verdiente Niederlage im Auswärtsspiel gegen Arsenal de Sarandí, eine Niederlage, die den Fans des Ciclons ganz bitter aufstieß. Von der lautstarken Unterstützung während des Spiels war plötzlich nichts mehr übrig. Vielmehr drehte sich Stimmung nach Spielabschluss, sodass nicht mehr die gegnerischen Farben beschimpft wurden, sondern die eigene Truppe. Inmitten dieser emotionalen Entgleisungen ließ sich Bottinelli (trotz der Niederlage mit ordentlicher Leistung) zu einer provozierenden Geste Richtung Fankurve hinreißen.

Die Reaktion der Barra ließ keine 24h auf sich warten. Obwohl das Training eigentlich vor verschlossenen Toren stattfand – noch nicht einmal Klubmitglieder durften sich in der Nähe der Trainingsbereiche aufhalten – schnappten sich drei Mitglieder der San Lorenzo-Barra den verdutzten Bottinelli, als der gerade aus der Umkleidekabine kommend nach Hause fahren wollte. Das aufgebrachte Trio erklärte seinem langjährigen Verteidiger was es überhaupt bedeute für San Lorenzo zu spielen und um ihren Worten noch entscheidenden Ausdruck zu verleihen, wurde das “Gespräch“ mit zwei Schwingern ins Gesicht von Bottinelli zu Ende gebracht.

Ein sichtlich schockierter und eingeschüchterter Bottinelli gab später zu Protokoll:

„Ich kenne diese Männer, sie sind immer hier und es war auch nicht das erste Mal, das sie mich bedroht haben. Sie kommen und sagen immer, dass das hier San Lorenzo sei und wir mehr Eier auf dem Platz haben müssen. Aber ich habe immer mit vollem Einsatz gespielt. Manchmal spiele ich ein Fehlpass oder stelle falsch zu, aber rennen, kämpfen und Eier haben– das war schon immer mein Spiel.“

Derzeit ist der Klub offiziell auf der Suche nach den Tätern, die für ihr Vergehen bestraft werden sollen. Jedoch ist davon auszugehen, dass nichts passieren wird, denn klubintern will sich niemand mit der Barra anlegen. Was bleibt sind viele Verlierer. In erster Linie Jonathan Bottinelli, der womöglich nie mehr für seinen Herzensverein auflaufen wird und zudem noch auf diese beispiellose Weise aus dem Verein geprügelt wurde. Zum anderen der Klub San Lorenzo, der neben dem Verlust seines besten Spielers der letzten Jahre auch noch einen beträchtlichen Imageschaden hinnehmen muss und letztlich die Fans, die eines ihrer wenigen Idole wegen einer Handvoll idiotischer Krimineller verlieren. Ein schwarzer Tag für den fútbol argentino!

Andreas Geipel

Atlético Rafaela – die Creme de la Creme

Rafaela wer? Rafaela heißt nicht nur der neuste Telenovela-Schrei aus Venezuela, sondern auch der aktuelle Spitzenreiter in Argentiniens höchster Spielklasse. Von wegen Boca, Vélez oder Lanús! Der Aufsteiger Atlético Rafaela steht zur Verwunderung aller an der Tabellenspitze und zieht derzeit die neidischen Blicke der Konkurrenz auf sich. Argifutbol möchte die Überraschungsmannschaft der noch jungen Meisterschaft vorstellen und verneigt sich ehrfürchtig vor Offensivbomber Mario Regueiro. Weiterlesen

Los Cerveceros de Quilmes – Die Bierbrauer aus Quilmes

Liebe Anhänger des fútbol argentino: Nach langer Sendepause warten wir heute mit einem ganz besonderen Schmankerl auf Euch! Nach fünf spektakulären Monaten ist der Dokumentarfilm „Los Cerveceros de Quilmes“ nun endlich fertig.  In 30 spannenden Minuten wird der Fanatismus, die Barra Brava und die Leidenschaft im argentinischen Fußball am Beispiel der Fanszene des Quilmes Atlético Club portraitiert. Neben den Aufnahmen in und um das Stadion, berichten die Protagonisten von ihren Gefühlen und Erlebnissen und erlauben es uns, in die Welt des fútbol argentino einzutauchen. Weiterlesen

Argifutbol in den Ferien

Wie euch sicher schon aufgefallen ist, ist die Beitragsfrequenz bei Argifutbol in den letzten Wochen dramatisch gesunken. Schuld daran ist nicht etwa fehlende Lust oder gar eine Schreibblockade, sondern die kleine Insel Morro de Sao Paolo in Brasilien. Dort verbringe ich meine Semesterferien und kann leider nicht regelmaessig online gehen. Ab dem 27. Februar wird dann aber wieder alles beim alten sein und ihr koennt weiter wie gewohnt aktuelle Infos zum argentinischen Fussball und ein bisschen mehr finden.

Beste Gruesse

E.L

P.S Die Seite ist mittlerweile auch unter http://argifutbol.com abrufbar