Schlagwort-Archive: Abstiegskampf

Boca mit historischer Klatsche, Racings junge Garde stürmt San Lorenzo

Bianchi_1-6

Historische Niederlage: Carlos Bianchi fassungslos. Quelle: http://www.telam.com.ar

„Eine riesige Schande, das tut mir für unsere Anhänger wahnsinnig leid“, gab ein zerknirschter Carlos Bianchi, legendärer Meistertrainer der Boca Juniors, nach Spielende zu Protokoll. Davor wurde seine Mannschaft von der No-Name Truppe aus San Martín de San Juan mit sage und schreibe 6-1 aus dem Stadion geschossen. Eine historische Niederlage, die so rein gar nicht zum Selbstverständnis der stolzen Xeneizes passt. Auf der Gegenseite feierte der Außenseiter aus der Weinprovinz San Juan nicht nur das Ende seiner 16 Spiele anhaltenden Sieglos-Serie, sondern zugleich den höchsten Erfolg ihrer Klubgeschichte.

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Saisonstart: Die Favoriten marschieren vorneweg

Zum Saisonstart des Torneo Final gab es wenige Überraschungen. Vélez und Boca setzten sich knapp durch, letztere aber mit sehr viel Glück. River Plate besiegte Angstgegner Belgrano, Newells stürzte Indep´te noch tiefer in den Abgrund und CA Lanús ist nach dem 4-0 Kantersieg gegen Colón der erste Tabellenführer des Torneo Final. Einzig Racing enttäuschte, beim Abstiegskandidat Rafaela unterlag man deutlich mit 3-0. Weiterlesen

Zum Sieg – mit der 10!

Die 10 – argentinische Königsposition und Figura des 16.Spieltags. An der Spitze dabei Altmeister Riquelme, der mit einem neuen Meisterwerk den nächsten Schritt Richtung Titelverteidigung unternahm. Einen noch wichtigeren Part übernahm jedoch Pipi Romagnoli, der seinen schon tot geglaubten Cuervos neues Leben einhauchte und auch Gio Moreno durfte nach den unschönen letzten Tagen bei Racing endlich wieder jubeln. Weiterlesen

Caruso Lombardi übernimmt San Lorenzo

Der abstiegsgefährdete Traditionsverein San Lorenzo de Almagro hat mit Ricardo Caruso Lombardi einen neuen Trainer verpflichtet. Mit „El Bombero“ Lombardi, dem Feuerwehrmann, ziehen die Klubbosse den nächsten Joker im Kampf gegen den Abstieg, der charismatische Trainer ist ein Spezialist für schwierige Situationen.

Lombardi folgt auf Madelón

Die Gerüchte eines Engagements Lombardis bei San Lorenzo hielten sich in den letzten Wochen hartnäckig. In Quilmes hoffte man bis zuletzt seinen starken Mann an der Seitenlinie halten zu können, doch der (monetäre) Ruf der Blau-Roten aus Almagro war letztlich stärker. Heute wird Caruso Lombardi beim elfmaligen argentinischen Meister vorgestellt, er tritt die Nachfolge von Leonardo Madelón an.

Von links: Enzo Kalinski, Gaston Corvalan, Pablo Garnier und Caruso Lombardi. Foto: Shooresh Fezoni

Wie schon vor gut einem Jahr folgt Lombardi auf Madelón. Damals wurde Madelón nach einem total verkorksten Ligastart beim akut abstiegsgefährdeten Quilmes Atlético Club entlassen. Lombardi übernahm und schaffte es binnen kurzer Zeit, einer total verunsicherten und spielerisch toten Mannschaft neues Leben einzuhauchen und startete eine respektable Aufholjagd. Erst nach dem letzten Saisonspiel stand der Abstieg fest, nach großartigen 90 Minuten verloren die Cerveceros mit 1-2 gegen Abstiegskonkurrent Olimpo, die mit jenem Dreier selbst die Klasse hielten und damit den späteren Absteiger River Plate in die Relegation schickte. Olimpos damaliger Trainer Omar De Felippe steht nun seinerseits vor einem Engagement in Quilmes – der Kreis schließt sich.

Hasstiraden und ein mögliches Wiedersehen

Noch am Wochenende feierten die Cerveceros unter Lombardis Regie einen deutlichen 4-1 Heimsieg. Seit 13 Spielen (27-6 Tore) ist die Mannschaft ungeschlagen, die letzte Niederlage setzte es am 12. November gegen Defensa (1-2). In der Tabelle steht man aktuell hinter Instituto und River Plate auf einem guten dritten Rang, der zur Relegation gegen den Drittletzten der Primera División berechtigt. Trotz der guten Ausgangslage entschied sich Lombardi elf Spieltage vor Saisonende für diesen kurzfristigen Wechsel, eine Entscheidung, die in Quilmes für Empörung sorgte und auch neutrale Beobachter vom moralischen Standpunkt her mindestens bedenklich stimmt.

„Caruso, porque te fuiste?“ fragen sich die enttäuschten Anhänger des Cervecero, während auf den Fanseiten Emotionen und Frust hochkochen und Hasstiraden gegen den ehemaligen Liebling die Runde machen: Hurensohn, Verräter, Schwätzer und Geldgeier sind dabei noch die harmlosesten Beleidigungen. Doch eines steht fest. In Quilmes hoffen sie allesamt auf ein Wiedersehen mit Caruso Lombardi und seinem neuen Klub in den Relegationsspielen am Saisonende und selbst in San Lorenzo würde man nur sehr schweren Ganges mit dieser Hypothek in ein Abstiegsendspiel gehen wollen.

Über alte Weggefährten

Mit Tigre, All Boys und Racing stehen drei ehemals von Lombardi betreute Mannschaften mit im Tabellenkeller. 2009 rettete Lombardi Racing vor dem Abstieg, musste aber in der Folgesaison nach einer Niederlagenserie gehen, kurz darauf verhinderte er einen Absturz Tigres in die unbequeme Nacional B.

Die Tabelle des sogenannten Descenso (Abstieg) berechnet sich über den Punktdurchschnitt der letzten drei Spielzeiten. Die beiden letzten Mannschaften steigen direkt ab, der 17. und 18. spielt die Relegation gegen den 3. bzw. 4.Platzierten der Nacional B. (Quelle: Olé)

Nun soll der Feuerwehrmann Lombardi die vielen Problembrände bei San Lorenzo löschen. Los azulgrana hatte bisher lediglich zwei der acht Saisonspiele gewinnen können, zu wenig um im Kampf gegen den Abstieg gerüstet zu sein. Auch weil Konkurrent Tigre eine bisher ausgezeichnete Clausura spielt und schon bald an San Lorenzo vorbeiziehen könnte. Nach den enttäuschenden Resultaten der letzten Monate kam es zudem immer häufiger zu Streitigkeiten innerhalb und außerhalb der Mannschaft. Torwart Migliore und Abwehrchef Bottinelli sind seit längerem zerstritten und wechseln kein Wort miteinander, Bottinelli selbst wurde fast von der eigenen Barra Brava vertrieben und erst kürzlich boxte sich Sturmführer Carlos Bueno nach Spielschluss mit einem gegnerischen Fan – es wartet viel Arbeit auf San Caruso. Trotzdem hat der Trainerwechsel bereits jetzt schon einen positiven Effekt auf die Mannschaft. Denn mit Nestor Ortigoza, Enzo Kalinski und Bernardo Romeo stehen drei ehemalige Schützlinge von Lombardi im Kader, die allesamt sehr angetan von der Verpflichtung des neuen Trainingsleiter sind. Dies gilt insbesondere für Ortigoza (damals Argentinos Juniors) und Kalinski (Quilmes), die unter Lombardi zu Führungsspielern aufstiegen.

Am kommenden Montag gastiert San Lorenzo in Avellaneda bei Racing Club – ein Topspiel zweier argentinischer Schwergewichte und ein besonderes Debüt für Caruso Lombardi. Bei seiner Rückkehr in den Cilindro zu Racing wird Lombardi sicherlich die richtigen Worte finden: „pone mas huevo – mehr Eier zeigen“ und damit meint er sicherlich keine Ostereier.

1. Spieltag: San Lorenzo tief im Abstiegskampf

Bei San Lorenzo haben die Fans mehr zu bieten

In Argentinien begann am vergangenen Wochenende die Rückrundenmeisterschaft Torneo Clausura. Ein neuer Meister will nach dem 19. Spieltag gekürt werden. Der Abstieg aus der Primera A wird anhand des Dreijahres-Punkteschnitt ermittelt. Und der Traditionsklub San Lorenzo steht bedenklich da.

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Die Freitagsspiele…

Banfield gelingt im Heimspiel gegen Gimnasia La Plata ein wichtiger Sieg im Kampf gegen den Abstieg. Die Gäste indes müssen sich mächtig strecken um überhaupt noch auf den Relegationsplätzen zu bleiben.

Im zweiten Spiel des Abends empfing Arsenal de Sarandi den Aufsteiger San Martin aus Tucuman. Während El Arse weder mit dem Abstiegskampf noch mit dem Rennen um die Qualifikation für das internationale Geschäft etwas zu tun hat kämpft El Santo als Vorletzter der Tabla de descenso gegen den Abstieg. Allerdings ist der Rückstand auf Gimnasia La Plata minimal – es bestehen realistische Chancen, dass man noch einen Relegationsplatz erreicht.

abstiegstabelle

Letzter und Vorletzter steigen direkt ab. Platz 17. und 18. spielen in der Relegation gegen den 3. und 4. der zweiten Liga.

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Eine halbe Stunde guter Fußball…

Am gestrigen Sonntag wurde die am 5.3.2009 abgebrochene Partie zwischen El Santo aus Tucuman und Godoy Cruz aus Mendoza nachgeholt. Schiedsrichter Abal hatte die Partie damals wegen Tumulten im und um dem Stadion herum abgebrochen, sie wurde nun unter Ausschluß der Öffentlichkeit fortgesetzt. Weiterlesen