Veléz Sarsfield ist Meister!

Veléz Sarsfield feiert ein Spieltag vor Ende der laufenden Clausura den achten Meistertitel ihrer Klubgeschichte. In den letzten Wochen lieferten sich die Blau-Weißen aus Liniers ein Kopf an Kopf-Rennen mit den Verfolgern Lanús und Godoy Cruz. Einen großen Schritt Richtung Meistertitel machte el Fortin bereits letzte Woche im Spitzenspiel gegen Godoy Cruz, welche man nach Traumtoren von Martinez und Ramirez aus dem Meisterrennen werfen konnte. Im gestrigen Fernduell der beiden verbleibenden Meisteranwärter durfte der Tabellenführer vorlegen und gab sich beim ungefährdeten 2-0 Auswärtssieg – nach Toren von Silva und Ramirez per Foulelfmeter – gegen Huracán keine Blöße. Die Weichen zum achten Titel waren gestellt, in Liniers träumte man schon von der großen Meisterfeier am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen Racing – die Feierlichkeiten sollten aber überraschenderweise früher stattfinden. Wenige Stunden später versagte dem Tabellenzweiten Lanús ausgerechnet im heimischen La Fortaleza die Nerven und musste sich mit 0-1 den Argentinos Juniors (Tor von Nicolas Blandi, 58.min) geschlagen geben.

Der wohl stärkste Akteur der Meistersaison, Ricardo Alvarez, sagte freudetrunken in den spontanen Meisterfeierlichkeiten: „Lo merecíamos porque somos los mejores del fútbol argentino!“, und bedankte sich anschließend artig bei den Fans und seinen Mitspielern.

Veléz Sarsfield ist nicht nur die beste Mannschaft Argentiniens, sondern womöglich sogar die stärkste in Südamerika. In der diesjährigen Copa Libertadores zeigte Veléz beeindruckenden Offensivfußball, scheiterte aber letztlich unglücklich an Halbfinalgegner Club Atlético Peñarol. Schon in der Apertura 2010 war der Meistertitel greifbar nahe und verdient gewesen, jedoch konnte sich Estudiantes in einem hochdramatischen Meisterrennen durchsetzen. Seit gestern Nacht befindet sich Veléz jedoch endlich wieder im Freudentaumel, der zweite Titel nach dem Gewinn der Clausura 2009 in der Ära von Trainer Gareca und uns bleibt nichts weiter zu sagen als:

Felicitaciones Fortín!!!

Andreas Geipel

6 Antworten zu “Veléz Sarsfield ist Meister!

  1. Jaaa, Vélez hat es absolut verdient. Was für eine geniale Saison. Schade, dass es gegen Penarol nicht reichte, trauere immer noch dem Elfer von Silva nach😦

  2. na das ist doch mal ne nachricht !!! schade wegen penarol,war aber ein spannendes und gutes spiel.scheisse mit dem elfer,sonst hätte es gereicht…….

  3. André (El Canalla)

    Flüchtig zu einem anderen Thema:
    In dem vergangenen Artikel wurde in einem Kommentar das Thema Investor positiv in Zusammenhang mit RB Leipzig erwähnt. Dazu möchte ich gerne einmal meine persönliche Meinung äußern und sie anhand von ein paar Beispielen begründen.

    Doch zunächst einmal möchte ich voranschicken, daß ich ein absoluter Gegner von milliardenschweren Alleinherrschern à la Red Bull, Hopp, Abramowitsch & Konsorten bin, weil die massive finanzielle Einflußnahme (unter anderem das inflationäre Hochschrauben von Spielergehältern ins Unermeßliche) dieser Investoren meines Erachtens zu einer eklatanten Wettbewerbsverzerrung und quasi zu einer Zweiklassengesellschaft innerhalb einer Liga führt.

    Das Ligasystem und die Gliederung der Profivereine in Amerika.
    Im Gegensatz zu dem bei uns bekannten und üblichen europäischen Ligasystem, gibt es im amerikanischen Sport keine Auf- und Absteiger, sondern eine feste Anzahl von Teams (Franchise genannt) in einer einzigen Profiliga (NHL, NFL, MLB, NBA), dessen Teams zumeist aus finanziellen Gründen in den großen Metropolen wie Chicago, Washington oder New York angesiedelt sind und in einer regionalen «Conference» aufgeteilt sind. Der Unterbau (Amateure) der amerikanischen Profiligen bilden hierbei die allgemeinen Collegemannschaften und die Jugendabteilungen der Vereine, «Farmteams» genannt, aus dem die Proficlubs in einem jährlich abgehaltenen «Draft» die talentiertesten Spieler in einem speziellen Auswahlverfahren auslesen dürfen. (Um für ein relativ sportliches Gleichmaß zu garantieren, hat das schlechteste Team der abgelaufenen Saison meistens das Recht auf den ersten «Draft», also auf den besten Nachwuchsspieler)

    Mit Ausnahme der Green Bay Packers aus Wisconsin (NFL), die in Besitz der Einwohnern der Stadt Green Bay sind, gehören alle Profiteams ausnahmslos privaten Personen oder Unternehmen, die für den Erfolg so viel oder so wenig in ihr Team investieren (zum Beispiel in ein neues Stadion) können wie sie wollen. Allerdings gilt dies nicht für Spielergehälter, die durch einen sogenannten «Salary Cup» (Gehaltsobergrenze) geregelt sind, um exorbitanten Spielergehältern vorzubeugen und so für finanzielle Ausgeglichenheit zu sorgen, damit auch finanziell schwächere Klubs gegenüber den reichen konkurrenzfähig bleiben. Alle Teams haben ergo dieselben Voraussetzungen. Außerdem sind die amerikanischen Clubs im Grunde reine Wirtschaftsunternehmen und nicht wie beispielsweise in Deutschland gemeinnützige Vereine.
    TV Rechte sowie Ausrüsterverträge werden durch eine Liga-Comission gewissermaßen für alle Vereine abgeschlossen, eine Eigenvermarktung der Vereine gibt es nicht und so tragen beispielsweise alle Clubs Trikots eines einzigen Ausrüsters, zum Beispiel von Reebok (NFL). Eine Trikotwerbung oder ausgefallene, individuelle Trikot-Eigenkreationen wie in Europa gibt es nicht. Auch die Farbgebung von Heim- und Auswärtstrikots wird durch die Liga-Comission festgelegt, so spielt grundsätzlich das Heimteam in einem dunklen, das Gästeteam in einem hellen Dress. Alle Teams haben dieselben Voraussetzungen, so daß, wie bereits von mir schon oben erwähnt, eine gewisse sportliche Chancengleichheit und Ausgewogenheit besteht.

    Dennoch gibt es unter den Besitzern auch „schwarze Schafe“, die einfach nur ein Team aus Prestigegründen besitzen wollen, aber kein Geld in die Mannschaft investieren oder im schlimmsten Fall sogar in eine andere Stadt umsiedeln (Der Fall Art Modell, der sein Team, die traditionsreichen Cleveland Browns, nach 50 Jahren mit nach Baltimore nahm).
    Die Montréal Canadiens, das älteste, ruhmreichste Eishockey-Team (1909) und der Rekordtitelträger (24 Stanley Cup Siege) der NHL sind auch so ein Negativbeispiel eines solch tyrannischen Machthabers. Ein gewisser Herr George N. Gillett, Jr., der in jüngster Vergangenheit schon den FC Liverpool fast zugrunde richtete, übernahm im Jahre 2001 das kanadische Eishockey-Franchise und seitdem dümpelt (unter lautem, aber hilflosen Protest der Fans) die einstige Eishockey-Macht aus dem französischsprachigen Québec vor sich hin und wartet seit 1994 auf den Gewinn des Stanley Cup´s und ist froh, hin und wieder mal an den Stanley Cup Playoffs teilnehmen zu dürfen.

    Am Beispiel Amerika sieht man also recht plastisch, daß Vereine und deren Fans trotz aller Regelungen und Vorsichtsmaßnahmen der Willkür eines einzelnen Besitzers, der alle Machtbefugnisse auf sich alleine vereint, vollkommen hilflos ausgeliefert sind, welches in Europa aber aufgrund unseres Ligasystems mit Auf- und Abstieg noch zu einem viel verheerenden Ergebnis (Die Insolvenz und der daraus resultierende Zwangsabstieg des FC Portsmouth) führen kann als zu einer schlichten Erfolglosigkeit wie die der Montréal Canadiens.

    Am abschreckenden „Vorbild“ England läßt sich genauso wunderbar veranschaulichen, daß diese despotische Okkupation einiger weniger Vereine durch russische und arabische Öl-Milliardäre, die sich aus reiner Langeweile einen Fußballverein zulegen, zu einer Zweiklassengesellschaft führt und daß jene Vereine, die keinen reichen Investor mit dicker Brieftasche in petto haben, über Jahre und Jahrzehnte hinaus keinerlei Chance auf einen der vorderen vier Plätze, geschweige denn auf Titel haben, über kurz oder lang ausbluten werden und »solange die Tyrannen nicht gestorben sind« ihr Dasein für immer im Niemandsland der Tabelle fristen müssen. Dies führt meiner Auffassung nach zu einer gähnenden Langeweile in der Liga, weil die ersten Plätze bereits am Anfang der Saison schon so gut wie vergeben sind, die Aufsteiger der Regel nach gleich wieder absteigen und der übriggebliebene Rest nur irgendwie dazu dient die Liga zu komplettieren. Von einem gesunden Wettbewerb im eigentlichen Sinn kann man hier schon lange nicht mehr sprechen, denn seit Bestehen der Premier League 1992/93 gab es mit den Blackburn Rovers (1995) seither nur einmal einen Meister, der nicht Manchester United, Arsenal oder Chelsea hieß. Selbst der große FC Liverpool wartet seit 1989 auf einen Meistertitel.

    Das gegenwärtige Wirtschaftssystem und Vermarktungsprinzip der Bundesliga, so wie es sein sollte.
    Jeder Bundesligaverein erwirtschaftet vorwiegend das Gros seines jährlichen Saisonetats aus Sponsoring, Ticket, Merchandising- und TV-Einnahmen, in dem er seine „Brust“, Banden usw. an meistbietende Unternehmen verkauft, die sich als Gegenleistung wiederum mit dem Namen des jeweiligen Clubs schmücken dürfen. Für beide Partner gibt es also einen Gegenwert, eine Art symbiotische Allianz und es liegt in der Hand und dem Geschick der jeweiligen Vereinsmanager, wie erdenklich viel sie aus einem potentiellen Sponsor „herausschlagen“. Hier findet also ein gesunder, chancengleicher Wettbewerb statt, der von den Gesetzen des Marktes (Angebot und Nachfrage) geregelt wird.

    Bei einem einzelnen, milliardenschweren Investors spielen diese Gesetze und Regeln des Marktes allerdings überhaupt gar keine Rolle, denn er kann unbegrenzt investieren und sein Team aufpeppen wie er möchte und auch entgegen der natürlichen Voraussetzungen seinen „Lieblingsdorfverein“ wie im Fall Hoffenheim oder Wolfsburg sogar in die Bundesliga oder Champions League führen. Ich sehe hier die Gefahr, daß finanzstarke, aber seelenlose Clubs aus der Retorte, ohne jedwede Tradition und Fankultur wie Wolfsburg, Leverkusen, Hoffenheim, RB Leipzig und RB Salzburg (für die niemand den Fernseher anschaltet) den etablierten Traditionsvereinen auf lange Sicht das Wasser abgraben, indem sie gewissermaßen die vorderen Tabellenplätze blockieren und dadurch die großen Clubs keine Chance mehr haben international zu spielen, was dann wiederum zu Mindereinnahmen und zum Abwandern von Spielern führt. Eine Abwärtsspirale.

    Die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Region, wie es ein Herr Hopp oder der Red Bull Investor immer wieder so gerne betonen, stehen aber wiederum der Zerstörung von Arbeitsplätzen der Vereine gegenüber, die anstatt von Hoffenheim oder Leipzig in die jeweilige Liga, ohne finanzielle „Nachhilfe“, aufgestiegen wären. Im Falle von Hoffenheim waren es damals die Stuttgarter Kickers die eigentlich in die 2. Bundesliga aufgestiegen wären und die nun in der Versenkung verschwunden sind.

  4. BRAVOOOOOOOOOOOO……………ohne worte andre………..gibt nichts dazuzufügen……………ich sehe es genauso….

  5. Pingback: Torneo Clausura 2011, Fecha 18 | BORRACHOS BORNHEIM

  6. morgen 22.00uhr u17 wm arg vs. frankr. !!! ich glaube eurosport überträgt sogar live…..

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