Libertadores- Viertelfinale: Boca und Vélez beide mit 1:0 gegen Brasilianer

Trotz des gleichen Ergebnisses dürfte die Bilanz bei den zwei verbliebenen argentinischen Teams nach den Hinspielen in der Copa unterschiedlich ausfallen: Boca erreichte zuhause gegen ein ersatzgeschwächtes Fluminense, die zudem eine Stunde mit einem Mann weniger auf dem Platz standen, nur ein 1:0. Vélez hingegen erkämpfte ebenfalls in Buenos Aires gegen den Favoriten Santos und dessen Superstar Neymar immerhin ein 1:0.

Nachdem die blaugelben Bosteros um ihren Rentnerregiesseur Riquelme zuletzt scheinbar ihren Libertadores – Mojo vom Titelgewinn 2007 zurück erlangt hatten, empfing man euphorisch das ohne diverse Stammspieler angetretene Team aus Rio de Janeiro. Allen voran das Fehlen des ehemaligen portugiesischen Nationalspielers Deco machte sich bei den Brasilianern bemerkbar, bei denen sich nach 34. Minuten zudem Carlinhos mit der zweiten gelben Karte verabschiedete. Flu agierte zunehmend defensiv, allerdings verweigerte der Schiedsrichter bei einem der wenigen Vorstösse der ersten Halbzeit nach einem Handspiel von Roncaglia einen klaren Elfmeter. Wenige Minuten nach dem Seitenwechsel war es der zuletzt starke Pablo Mouche, der den Ball nach einen präzisen Pass von Cvitanich im Tor der Brasilianer versenkte.
Fluminense musste danach angreifen und hatte durch den Ex-Hamburger Thiago Neves die deutlichste Torchance.  In der Schlussphase mussten die ehemaligen Stars Abbondanzieri, Carlos Tevez und Martin Palermo auf der Tribüne mitansehen, wie Boca Chancen zu einem höheren Sieg vergab. So muss man sich mit dieser minimalen Ausbeute nächste Woche auf den Weg nach Rio de Janeiro machen, wo sicherlich ein deutlich stärkeres Team von Flu auftreten wird. Aber: Bereits in der Vorrunde konnte Boca Fluminense auswärts im Maracaná schlagen.

Vélez erkämpft 1:0 gegen blassen Neymar

Deutlich mehr Fans als in der letzten Woche beim Achtelfinale gegen Atlético Nacional fanden an diesem späten Donnerstag Abend den Weg in den Westen der argentinischen Hauptstadt. Der Anreiz, einen der derzeit populärsten Spieler der Welt zu sehen lockte bei günstigen Eintrittspreisen zahlreiche neutrale Zuschauer ins Estadio Jose Amalfitani.

Vom Anstoß weg war es eine im Mittelfeld umkämpfte Partie. Beim Titelverteidiger erkannte man hin und wieder die Spielstärke, Vélez hingegen agierte unpräzise aber mit sehr viel Herzblut, ein fundamentaler Faktor in der Copa Libertadores.
Mit diesem Herzblut, auch Grätsche genannt, stoppte man die wenigen Angriffsbemühungen von Neymar, der scheinbar eher an persönlichen Tricksereien als am direkten Zug zum Tor interessiert war. In der 35. Minute schlug Emiliano Papa von der linken Seite eine Flanke Richtung Fünfmeterraum der Brasilianer, die der auf sich alleingestellte Obolo gut antizipierte und umso besser mit einem Kopfball den Torwart überlistete.
Nach dem Seitenwechsel versuchte Santos mehr Spielanteile zu bekommen, scheiterte aber an knallharten Abwehrleistung der Velezolanos. Wohl mit dem Taxi waren einige Fans von Fluminense aus der Bombonera angedüst, um an der Seite der befreundeten Fans von Vélez auf dem Oberrang ein paar Banner zu präsentieren. Sie sahen, dass Neymar unterdessen bis auf zwei Szenen nicht auffiel: Nach einer Schwalbe kassierte er eine gelbe Karte und in einer kaum beachteten Szene blitzte kurz seine Klasse auf: Mit dem Rücken zum etwa 25Meter entfernten gegnerischen Tor nimmt er einen Pass aus dem Mittelfeld auf, wendet sich schnell um seinen Gegenspieler und durchbricht die sonst sichere Abwehrkette der Argentinier. Er könnte allein aufs Tor zu stürmen, wird allerdings vom Verteidiger Peruzzi gnadenlos geklammert. Eine klare Torchance wird verhindert, die fällige rote Karte ist nur gelb und die Szene geht unter in diesem schwachen Spiel.
Vélez, taktisch von Trainer Gareca durchaus intelligent aufgestellt, muss im Rückspiel offensiv kreativer und genauer agieren. Denn auch im Achtelfinale verlor Santos auswärts das Hinspiel, um im Rückspiel Bolivar 8 Tore einzupflanzen.

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