0:0 reicht Boca für das Finale der Copa Libertadores

Die Spieler von Boca feiern die zehnte Finalteilnahme ihres Vereins. Sechs Titel konnte man gewinnen, nur Rekordsieger Independiente  zählt einen mehr.

Letztendlich reichte das 2:0 aus dem Hinspiel den Boca Juniors um im Halbfinale die hochgehandelte Mannschaft von Universidad de Chile auszuschalten. Im Endspiel geht es nun in Hin- und Rückspiel gegen Corinthians aus Sao Paulo, die sich gegen den Titelverteidger FC Santos durchsetzten.


Es war  ein ungewöhnliches Duell, dass sich das argentinische Topteam um Spielmacher Riquelme und der amtierende chilenische Meister am Abend in Santiago lieferten. Über weite Strecken agierten beide Teams im Mittelfeld erschreckend unpräzise, so waren es dann aber schließlich diese Fehler die zahlreiche Torchancen auf beiden Seiten generierten.
Allen voran Bocas Pablo Mouche summierte wohl ein halbes Dutzend Torschüsse, von denen mindestens drei als hundertprozentige Chancen gewertet werden können. Diese entglitten ihm aber im wahrsten Sinne des Wortes auf dem schmierigen Rasen des Estadio Nacional in Santiago.

Lattenknaller von Riquelme sorgt beinahe für frühe Entscheidung

Die beiden Kapitäne verzeichneten je einen Lattentreffer. Marcelo Diaz im Duell mit Juán Román Riquelme

Auch Román Riquelme hatte die Vorentscheidung bereits in der 8. Minute auf dem Fuß. Doch seit Volleyschuß aus kurzer Distanz nach einer Hereingabe von Mouche knallte an die Latte. Auf der anderen Seite machte vor allem Junior Fernandes Wind für la U, allerdings ohne Durchschlagskraft gegen die Abwehr um die Routiniers Rolando Schiavi und Clemente Rodriguez.

In der zweiten Hälfte kamen die Chilenen dem Tor von Bocas Keeper Orión deutlich näher. Dieser parierte jedoch mehrmals glänzend bei Schüssen aus der Distanz und hatte bei einem Freistoß von Marcelo Diaz Glück, dass der Ball auch hier von der Latte zurück ins Spielfeld sprang (53.). Boca nutzte in der letzten halben Stunde weiter die Freiräume zu Kontern, während die Chilenen die Zeit und die eigene Nervosität gegen sich wähnten.

Letztendlich kann man von einem verdienten Weiterkommen für das Team von César Falcioni sprechen. Die Erfahrung von Riquelme mit der Verbissenheit von Santiago Silva waren vielleicht in der Summe die entscheidenden Faktoren in der gesamten KO-Runde der Copa. Auch Orión zeichnete sich als starker Rückhalt im Kasten der Bosteros ab. Generell bemerkenswert: Die starke Bank von Boca, die vor allem in der Offensive für Gefahr bis in die Schlußphase eines jeden Spiels sorgen kann.

„Y las finales las miran por la TV“ – der Erzrivale schaut nur zu

Während Bocas Erzrivale River Plate einen Spieltag vor Ende der traumatischen Zweitligasaison noch auf einen Relegationsplatz um den Aufstieg abrutschen kann, singt man an der Ribera sicherlich dieser Tage wieder hämisch, dass sich die Gallinas die Finalspiele nur im TV ansehen werden. Schließlich erreicht Boca auch im nationalen Pokal das Endspiel gegen Racing Club.

Bereits in der kommenden Woche findet das erste Hinspiel im Libertadores-Endspiel statt. Boca empfängt dabei in der Bombonera in Buenos Aires Corinthians, die erstmals das Endspiel um die Copa Libertadores erreichen konnten.

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